Gegen Rassismus und Islamismus – für Zara ein Widerspruch in sich?
Foto: Bernd Schwabe in Hannover / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Mit bombensicherem Feingefühl für den richtigen Augenblick meldete sich der Rassismus-Hetzer-Verein „Zara“ zu Wort, um auf die angeblich steigenden „Angriffe gegen Muslime, Roma, Juden und Asylwerber“ hinzuweisen. Und fand im ORF, allen voran im Ö1-Mittagjournal, ein williges Sprachrohr.

794 Fälle habe man im Vorjahr registriert, so der Zara-Bericht, das waren um 60 mehr als 2013. Der größte Anteil, rund ein Fünftel, bezog sich dabei auf „rassistische Äußerungen oder Übergriffe im öffentlichen Raum“; fast ebenso viele auf „rassistische Diskriminierung im Wirtschaftsleben im weitesten Sinn“, 17 Prozent bezogen sich auf „Rassismus im Internet“, je acht Prozent auf Politik, Medien und Beschmierungen und sieben Prozent auf die Polizei.

Moslems unter „Generalverdacht“

Besonders arm seien in dieser Hinsicht derzeit  Moslems (61 Fälle), die vielfach unter „Generalverdacht“ gestellt würden. Im O-Ton hörte man auf Ö1 dann eine arbeitssuchende Moslemin, die beklagte, sie habe in einer Apotheke unbedingt mit Kopftuch arbeiten wollen und sei abgewiesen worden; angeblich mit dem Hinweis, so könne sie ja zum Billa arbeiten gehen. Auch ein Arzt soll eine Kopftuchträgerin abgewiesen haben. Möglicherweise kennen die beiden Herren ihre Kunden und wissen, worauf die allergisch reagieren.

Dabei bestünden laut Zara die Mosleminnen einfach auf ihr Kopftuch als Zeichen ihres Glaubens und ihrer Identität, wurde weiter berichtet. Wie Zara auch kritisierte, richteten sich „diverse Initiativen in Sachen ‚Deradikalisierung‘ zuvorderst an Personen nicht österreichischer Herkunft, was Feinbildern nur Vorschub leiste“. Wer hätte das gedacht?

Gräueltaten exklusiv im Namen Allahs

Unglücklicher hätte man es kaum formulieren können – und vor allem seitens des ORF nicht unkommentiert im Raum stehen lassen dürfen. Es ist eben leider traurige Tatsache, dass kaum noch ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo auf der Welt Menschen im Namen Allahs getötet werden, sei es durch Selbstmordbomber oder andere Attentäter, durch Enthauptungen der IS-Mörderbanden oder durch mittelalterliche Gerichtsurteile in Staaten wie Saudi Arabien oder dem Iran.

Natürlich spiegelt das nur einen Teil der moslemischen Welt wider – aber es wird selbst der friedlichste Mohammedaner nicht leugnen können, dass sich dieser Wahnsinn insgesamt ziemlich exklusiv im Dunstkreis dieser einen Religion abspielt.

Was wäre denn umgekehrt, wenn ein Teil der christlichen Gemeinschaft - etwa die Jesuiten - plötzlich draufkommt, dass längst wieder ein Kreuzzug fällig ist und im Namen Gottes mit tausenden freiwiligen Kämpfern in Jordanien und Ägypten einmarschiert, wo ein Gottesstaat manifestiert wird. Gegner oder Ungläubige werden gekreuzigt; als Begleitkonzert häufen sich Attentate in moslemischen Städten.

Wie würde die arabisch-moslemische Welt mit dort lebenden oder anderen Christen umgehen? Würde man brav „Deradikalisierungs-Maßnahmen“ mit ertappten Gotteskriegern durchführen?

Wer radikalisiert die jungen Leute für den Dschihad?

Doch man braucht ja gar nicht so weit zu gehen. Wer radikalisiert denn die vielen jungen Leute, die nach entsprechender Gehirnwäsche aus Europa  in den Dschihad ziehen, um zu morden oder ermordet zu werden? Unsere Gesetze,  unsere Schulen und unsere Kirchen sind es sicher nicht. Im Gegenteil. In kaum einem anderen Land der Welt genießen Ausländer oder Einwanderer dermaßen viele Privilegien wie in Österreich.

Trotzdem ist es keine Seltenheit, dass Österreicher von Migranten als „Ungläubige“ diskriminiert werden, dass moslemische Kinder/Väter mit Lehrerinnen nicht reden, weil sie Frauen sind, dass Hassprediger gegen die westlichen Werte hetzen, obwohl sie selbst mit sechs Kindern im Gemeindebau leben. Wo bleiben denn da Zara und der willfährige ORF? Wer hilft denn Österreich und dessen eingeborenen Bürgern gegen die zunehmende Überfremdung? Wodurch entstehen denn Bewegungen wie PEGIDA? Wer bringt denn der FPÖ ihre regelmäßigen Stimmenzuwächse, selbst in roten Ex-Hochburgen wie Simmering?

Es ist genau jene Ignoranz unserer Probleme und Ängste. Wo geht die nächste Bombe hoch? Vor meinem Urlaubshotel in Tunesien oder am Stephansplatz? So lange Vereine wie Zara oder Medienplatzhirschen wie der ORF nicht kapieren, dass die Anliegen der Österreicher ernst genommen, ja sogar primär ernst genommen werden müssen, so lange wird sich an den angeblichen oder echten „rassistischen Übergriffen“ nichts ändern. Im Gegenteil. Und in einem solchen Klima auf Kopftuch in der Apotheke bestehen zu wollen, erscheint – freundlich gesagt – etwas weltfremd.

Der Artikel von Werner Grotte ist am 20. März 2015 auf der Internetseite www.orf-watch.at erschienen, auf der renommierte Journalisten es sich zur Aufgabe gesetzt haben, eine unabhängige Kontrolle des ORF und seines Gebührenmonopols auszuüben.


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