Torsten Mann (Autor)

Eigentlich müsste ich ein grüner Aktivist sein, denn ich ernähre mich durch Bioprodukte, Eigenanbau und wild wachsende Kräuter. Aber ich würde deshalb nicht auf die Idee kommen, anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben.

Wenn man versucht, sich seinen gesunden Menschenverstand zu erhalten und selbständig und frei zu entscheiden, dann kommt man zwangsläufig auf die Idee die mediale Klima-Hysterie zu hinterfragen. Außerdem gehöre ich einer Generation an, die noch die Anfänge der grünen Bewegung mit völlig konträren Schlagzeilen miterlebt hat. Damals drohte uns eine neue Eiszeit. Bis zum Jahrhundertwechsel sollte der Dritte Weltkrieg als Folge des Eiszeitleidens der Dritten Welt ausgebrochen sein. Nicht vergessen wollen wir auch, dass unser Land inzwischen in Folge des sauren Regens komplett entwaldet sein müsste, wenn die grünen Angstszenarien etwas mit der Wirklichkeit zu tun gehabt hätten.

Hat sich etwas geändert? Eigentlich nicht. Nur die drohenden Katastrophen heißen heute anders. Da hätten wir zunächst den gefährlichen Feinstaub, den wir mit Umweltzonen bekämpfen müssen. Eine Untersuchung der TU Dresden hat ergeben, dass der Autoverkehr am Feinstaub einen Anteil von unter fünf Prozent einnimmt. Das hält die Lokalgrößen in Dresden aber nicht davon ab, eine riesige Umweltzone zu planen. Sahara-, Ernte- oder Industriestaub werden sich gewiss danach richten. Das Wetter bestimmt auch. Schließlich bezahlen wir dafür. Dieser moderne Ablasshandel dient dazu unsere wirtschaftliche Existenz zu zerstören. Das jedenfalls behauptet der Autor.

Gerade haben die Größen dieser Welt beschlossen, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius beschränkt werden soll. Statt Gelächter kommt weltweiter Beifall auf. Der Kohlendioxid-Ausstoß der Menschheit an den Gesamtemissionen dieses Gases ist prozentual noch geringer als der von Fahrzeugen erzeugte Feinstaubanteil. Das wird auch von regierungsoffiziellen Stellen nicht bestritten. Die Erderwärmung ist eine Tatsache, die Zusammenhänge aber stellen sich ganz anders und unabhängig von menschlicher Tätigkeit dar. Im Mittelalter war es seltsamerweise hierzulande auch ohne die böse Industrie wärmer als jetzt. Unser Klima wird vor allem durch die zurzeit extrem hohe Sonnenaktivität bestimmt. Durch ihr Partikelbombardement wird unter anderem die Wolkenbildung über den Ozeanen abgeschwächt, die Meere erwärmen sich in der Folge schneller und geben mehr Kohlendioxid ab. Es existiert auch kein linearer Zusammenhang zwischen dem Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre und der Erdtemperatur. Irgendwann tritt der Punkt ein, wo eine weitere Steigerung dieses Anteils nur noch zu unmerklichen Temperaturerhöhungen führen. Andererseits können sich alle Industrienationen und sämtliche Schwellenländer noch so anstrengen, der menschliche Einfluss auf das Klima ist schlicht zu unbedeutend, als dass sich dadurch etwas ändern würde. Zur Klima-Lüge existiert übrigens auch ein eindrucksvoller Dokumentarfilm der BBC, der vor einiger Zeit zu nächtlicher Stunde im deutschen Fernsehen gezeigt wurde.

Wir werden also systematisch angelogen und bewusst in die Irre geführt. Der Autor des vorliegenden Buches versucht die Gründe dafür herauszufinden. Die grünen Ideologen sehen die angeblichen Ursachen der vermeintlich auf uns zukommenden Katastrophen im kapitalistischen System. Daher ist es aus ihrer Sicht nur konsequent, wenn sie dieses System schleichend aushöhlen wollen, um es dann endgültig durch eine ökologische Planwirtschaft zu ersetzen. Leider ist es aber auch eine Tatsache, dass es gerade die Planwirtschaften waren, die das größte Umweltelend in Europa schufen. In Afrika hungern die Menschen dort am meisten, wo einstmals sozialistische Planwirtschafts- und/oder Umsiedlungs-Experimente liefen oder auch heute noch kein vernünftiges freies Wirtschaften möglich ist. Dazu schaue man sich nur Mosambik, Äthiopien oder Simbabwe an.

Nachdem der Autor im Teil A seines Buches zunächst auf einige der markanten Märchen der grünen Bewegung eingegangen ist, befasst er sich im Teil B mit der Entstehungsgeschichte und dem bekannten linksradikalen Hintergrund der Grünen, den man auch heute noch gut an den Altkadern ausmachen kann. Der Autor kann sich zwar einen gewissen Sarkasmus nicht verkneifen, argumentiert aber vorrangig sachlich und mit sehr vielen Zitaten, hier besonders aus Parteiprogrammen oder Büchern. Im Weiteren geht er auf drei Kernaussagen der grünen Bewegung ein: den angeblichen Wachstumszwang der Marktwirtschaft, das angebliche Leben des Westens auf Kosten der Dritten Welt und die angeblich knappen Energiereserven. Alle drei Aussagen hält er für Zwecklügen.

Anschließend werden Kernaussagen aus den letzten Jahren der KPdSU unter Gorbatschow herangezogen um nachzuweisen, dass es so etwas wie eine geheime grüne Internationale gibt. Vielleicht bin ich tatsächlich naiv, aber ich glaube, dieser Zusammenhang ist wenigstens organisatorisch nicht vorhanden, und die Dinge stellen sich auch so etwas anders dar. Was jedoch sowohl die gewendeten Kommunisten als auch die Grünen vereint, ist der Wunsch, die Welt zu regieren, um die Menschheit endlich in die lichte Zukunft zu führen. Grundsätzlich wissen all diese Gruppierungen ziemlich genau, was für uns alle gut und richtig ist. Die Geschichte hat gezeigt, dass Leute, die sich als Elite der Menschheit im Besitz der letzten Weisheit sehen, diese auch mit Gewalt durchsetzen würden, wenn sie nur könnten.

Im Teil C seines Buches beschreibt der Autor dann, welche Teilziele einer ökosozialistischen Umgestaltung auf dem Wege zu einer entsprechenden Weltregierung bereits erreicht sind. Das ist für den normalen Bürger nicht so einfach ersichtlich, weil all dies unter dem Deckmantel der Katastrophenvermeidung geschieht, die wir schließlich alle begrüßen sollten. In Deutschland hat dieser Irrsinn inzwischen dazu geführt, dass Energie und Kraftstoffe bewusst erheblich verteuert wurde, um "Sparanreize" zu setzen. Außerdem geraten wir zunehmend in die energetische Abhängigkeitsfalle. Glaubt man dem Autor, dann geht es den Grünen nicht um den Umweltschutz, sondern um eine ökosozialistische Umgestaltung der gesamten Welt, bei der sie genau zu wissen glauben, was zu tun ist. Dass beispielsweise ihr Biosprit-Blödsinn zu Hunger in der Dritten Welt führt, ist dabei nur ein kleines Ärgernis, das allerdings zeigt, dass wirtschaftliches oder gar logisches Denken nicht zu ihren Stärken gehört.

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass wir nicht gegen die Natur leben und wirtschaften können. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass ein edler Gedanke für ziemlich unedle Ziele missbraucht werden würde.

Fazit.
Man kann sich relativ leicht darüber informieren, dass die angeblich vom Menschen verursachte Klimakatastrophe nicht unbedingt zu einer solchen werden muss und vor allen Dingen ganz andere Ursachen hat. Dann aber fragt man sich zwangsläufig, warum wir täglich angelogen werden. Dieses Buch versucht darauf eine Antwort zu finden. Auch wenn man einige der Schlussfolgerungen des Autors nicht teilt, ist es dennoch sehr informativ und trägt sehr zum Verständnis politischer Entwicklungen bei, die uns täglich ganz anders erklärt werden.


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