Kapitel 32

Abermals die Weltrevolution

Die gleichzeitigen Triumphe des Bolschewismus in Moskau und des Zionismus in London in ein und derselben Woche des Jahres 1917 waren nur äußerlich gesehen zwei voneinander unabhängige Ereignisse. Wie wir in früheren Kapiteln zur Genüge nachgewiesen haben, gingen diese beiden Ideologien auf eine gemeinsame Quelle zurück, und die hinter den Kulissen agierenden Männer, die den Zionismus über ihre Marionetten in den westlichen Regierungen förderten, unterstützten auch die Weltrevolution. Jede der beiden Strömungen erfüllte eine Hälfte des alten Gesetzes „Reiße nieder und zerstöre... herrsche über alle Nationen“: Die eine riss nieder und zerstörte, und die andere trat still und leise ihre Herrschaft über die Länder des Westens an

Die Geschehnisse des Jahres 1917 erbrachten den Beweis dafür, dass Disraelis Ausspruch über die Revolution von 1848 weiterhin unverändert Gültigkeit besaß: Die Juden standen an der Spitze „jeder einzelnen“ Geheimgesellschaft und arbeiteten auf die Vernichtung des Christentums hin. Die bolschewistische Bewegung, die sich 1917 in Russland an die Macht putschte, war in so hohem Maß von Juden kontrolliert, dass man sie mit gutem Gewissen als „jüdisch“ bezeichnen kann. Somit beantwortete die Geschichte selbst die Frage nach dem Charakter der treibenden Kraft hinter der Revolution so eindeutig, dass sich jede weitere Debatte darüber erübrigte. Auch die Taten der siegreichen Revolutionäre sprachen für sich: Die Art der ersten von ihnen verabschiedeten Dekrete, ihre symbolische Verhöhnung des Christentums, die Umstände, unter denen der Zar ermordet wurde – all dies trug den unverkennbaren Stempel talmudistischer Rache.

In den vier Jahrzehnten, die seither vergangen sind, wurden enorme Anstrengungen unternommen, um diese unumstößliche Tatsache unter den Teppich zu kehren, ohne dass man ernsthaft auf die Argumente seriöser Forscher eingegangen wäre. Beispielsweise vermochte der begabte (und mit Recht respektierte) jüdisch-amerikanische Schriftsteller George Sokolsky den nackten Fakten, die Prof. John Beaty in seinem 1951 erschienenem Buch The Iron Curtain over America dargelegt hatte, nichts weiter entgegenzusetzen als den Satz: „Es ist unmöglich, dieses Buch zu lesen, ohne zum Schluss zu gelangen, dass Prof. Beaty zu beweisen versucht, dass der Kommunismus eine jüdische Bewegung ist.“ Was die Führung der kommunistischen Bewegung betraf, so war diese schon lange vor 1917 in der Tat jüdisch dominiert (wie sich die Situation später entwickelte, und wie sie sich heute darbietet, werden wir in späteren Kapiteln untersuchen). Gewiss, der Kommunismus war keine Verschwörung aller Juden, genau so wenig wie die französische Revolution, der Faschismus und der Nationalsozialismus eine Verschwörung aller Franzosen, Italiener und Deutschen gewesen wären. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Organisatoren und Führer der kommunistischen Bewegung aus den talmudistisch kontrollieren Zonen Russlands stammten. Insofern war der Kommunismus also nachweislich eine jüdische, oder genauer gesagt eine ostjüdische Bewegung.

Die von der bolschewistischen Revolution verfolgten Ziele traten schon unmittelbar nach ihrem Ausbruch mit aller Klarheit hervor und bewiesen, dass diese Revolution mitnichten eine spontane Erhebung war, sondern dass die von Weishaupt erwähnte Geheimorganisation eben zum dritten Male zugeschlagen hatte. Wie schon ihre Vorgängerinnen wies auch diese Revolution zwei zentrale Charakterzüge auf: Sie richtete sich gegen jede Form legitimer Regierung und gegen die Religion. Seit 1917 kann sich die Weltrevolution nicht mehr hinter der Behauptung verschanzen, sie sei nur gegen die „Könige“ oder gegen die politische Macht des Klerus gerichtet.

Schon bald nach der Oktoberrevolution meldete sich eine prominente Persönlichkeit zu Wort, die all dies wusste und sich nicht scheute, es öffentlich zu sagen. In der Tradition eines Edmund Burke, eines John Robison, eines George Washington, eines Alexander Hamilton und eines Benjamin Disraeli schrieb Winston Churchill im Illustrated Sunday Herald vom 8. Februar 1920:

„Es macht fast den Anschein, als habe die Vorsehung gewollt, dass das Evangelium Christi und das Evangelium des Antichristen aus der Mitte ein und desselben Volkes hervorgehen sollten, und als sei diese mystische und geheimnisvolle Rasse dazu auserkoren, sowohl das Göttliche als auch das Teuflische in seiner reinsten Form zu verkörpern... Von den Tagen des ‚Spartacus' Weishaupt bis hin zu Trotzki (Russland), Bela Kun (Ungarn), Rosa Luxemburg (Deutschland) und Emma Goldman (USA) gewinnt diese weltweite Bewegung zum Sturz der Zivilisation und zum Aufbau einer auf Rückständigkeit, Neid, Bosheit und einer unmöglichen Gleichheit fußenden Gesellschaft beständig an Boden. Wie eine zeitgenössische Autorin, Nesta Webster, sehr überzeugend nachwies, hat diese Verschwörung bei der Tragödie der Französischen Revolution eine klar erkennbare Rolle gespielt. Sie war der Quell jeder subversiven Bewegung des 19. Jahrhunderts, und nun hat diese Schar von außergewöhnlichen Gestalten aus der Unterwelt der Großstädte Europas und Amerikas das russische Volk beim Schopf gepackt und sich praktisch zu unumschränkten Herrschern des Riesenreichs emporgeschwungen. Die Rolle, welche diese internationalen und größtenteils atheistischen Juden bei der Russischen Revolution gespielt haben, lässt sich kaum überschätzen. Sie ist jedenfalls sehr groß und stellt vermutlich diejenige aller anderen beteiligten Gruppierungen in den Schatten.“

Soweit ich weiß, war dies die letzte freimütige Stellungnahme eines führenden Politikers der westlichen Demokratien zu dieser Frage. Bald darauf wurde jede öffentliche Diskussion darüber in Acht und Bann getan, und es setzte ein lähmendes Schweigen ein, das bis zum heutigen Tage andauert. 1953 verweigerte Churchill seine (laut britischem Gesetz erforderliche) Zustimmung zu einer fotografischen Reproduktion dieses Artikels, ohne irgendwelche Gründe hierfür zu nennen.

Das Wissen um die jüdische Führungsrolle bei der bolschewistischen Revolution war von ungeheurer Bedeutung; dass es später unterdrückt wurde, erstickte jede heilsame öffentliche Debatte im Keim und trug entscheidend zur Schwächung des Westens bei. Wenn dermaßen elementare Fakten totgeschwiegen und der öffentlichen Diskussion entzogen werden, wird jede rationale Politik unmöglich: das Treiben der Politiker gleicht dann einem Billiardspiel mit verbogenen Schlägern und elliptischen Kugeln. Mehr als jeder andere Faktor weist diese unerbittliche und sehr erfolgreiche Zensur –von der weiland bereits die Herren Robison, Barruel und Morse ein Lied singen konnten – auf die ungeheure Stärke der Verschwörung hin.

In den unmittelbar auf die Oktoberrevolution folgenden Jahren funktionierte diese Zensur freilich noch nicht so reibungslos wie später. Im Weißbuch der britischen Regierung („Russland“, Nr. 1, eine Sammlung von Berichten über den Bolschewismus) wurde ein Bericht des niederländischen Botschafters in St. Petersburg Oudendyke an Außenminister Balfour in London zitiert, in dem es hieß: „Der Bolschewismus wird von Juden organisiert und geleitet, die keine Nationalität haben und deren einziges Ziel darin besteht, die bestehende Ordnung zur Förderung ihrer eigenen Anliegen zu zerstören.“ Der amerikanische Botschafter David R. Francis äußerte sich in ähnlichem Sinne: „Die hiesigen Bolschewikenführer, von denen die meisten Juden und 90% aus dem Exil zurückgekehrt sind, empfinden wenig Liebe zu Russland oder irgend einem anderen Land, sondern sind Internationalisten und versuchen eine weltweite soziale Revolution in Gang zu bringen.“ In späteren Auflagen der offiziellen britischen Dokumentensammlung zur Oktoberrevolution war Oudendykes Bericht nicht mehr enthalten, und die authentischen zeitgenössischen Dokumente, in denen diese Frage angeschnitten wurde, sind heute nur sehr schwer aufzutreiben.

Glücklicherweise gab es aber einen Zeugen, der die offiziellen britischen Unterlagen aus der Zeit unmittelbar nach der bolschewistischen Revolution aufbewahrt hat.

Dieser Zeuge war Robert Wilton, Korrespondent der Londoner Times und Augenzeuge der Geschehnisse. In der französischen Ausgabe seines 1920 erschienenen Buchs The Last Days of the Romanoffs wurden die (in der englischen Originalausgabe getilgten!) offiziellen bolschewistischen Listen, die Auskunft über die Zusammensetzung der revolutionären Führungsorganisationen vermittelten, vollumfänglich abgedruckt. Aus diesen Unterlagen geht folgendes hervor:

- Im Zentralkomitee der bolschewistischen Partei, also der höchsten Führungsinstanz des Landes, sassen drei Russen (darunter Lenin) und neun Juden;

- Das zweitwichtigste Führungsgremium, das Zentralkomitee der Exekutivkommission, bestand aus 42 Juden sowie 19 Angehörigen anderer Nationalitäten (Russen, Letten, Georgier etc.):

- Der Rat der Volkskommissare umfasste 17 Juden und 5 Angehörige anderer Nationalitäten:

- Der Moskauer Tscheka (Geheimpolizei) gehörten 23 Juden und 13 Nichtjuden an:

- Von 556 hochrangigen Funktionären der bolschewistischen Regierung waren 448 Juden und die restlichen Angehörige anderer Völkerschaften;

- Die Zentralkomitees der kleinen, nominell „sozialistischen“ oder sonstwie nichtkommunistischen Parteien, die damals noch erlaubt waren, um die aus der Zarenzeit an die Existenz von Oppositionsparteien gewöhnten Massen zu täuschen, bestanden aus insgesamt 55 Juden und 6 Nichtjuden.

In den von Wilton abgedruckten Originaldokumenten figurierten sämtliche Namen. Ganz nebenbei sei darauf hingewiesen, dass die ethnische Zusammensetzung der kurzlebigen kommunistischen Regime, die 1918/1919 in Ungarn und Bayern die Macht ausübten, ein ganz ähnliches Bild bot.

Wilton bemühte sich nach Kräften, den Lesern der westlichen Zeitungen die Augen darüber zu öffnen, was in Russland vor sich ging. Dass ihm dies kaum gelang, brach ihm das Herz, er überlebte nur wenige Jahre und starb in seinen Fünfzigern. Er hatte die Aufgabe, über die folgenschwersten Geschehnisse, die sich je vor den Augen eines Journalisten abspielten, zu berichten, nicht selbst gewählt, sondern war von den Umständen dazu gezwungen worden. Da er seit seiner Jugendzeit in Russland gelebt hatte und dort zur Schule gegangen war, kannte er dieses Land sowie seine Sprache perfekt; sowohl die Russen als auch die Angehörigen der britischen Botschaft begegneten ihm mit größter Hochachtung. Er beobachtete die Unruhen vom Fenster des Times -Büros aus; dieses grenzte unmittelbar an die Präfektur, in die sich die Mitglieder der zusammenbrechenden Regierung geflüchtet hatten. Zwischen dem Amtsantritt der Kerensky-Regierung im Frühling 1917 und der bolschewistischen Machtergreifung im November desselben Jahres bestand seine Aufgabe darin, über ein weltpolitisch vollkommen neues Phänomen zu berichten: Den Aufstieg eines despotischen jüdischen Regimes, das in Russland die ganze Macht an sich riss und die Weltrevolution unverhüllt steuerte. Wilton begriff schon bald, dass man ihm nicht erlauben würde, wahrheitsgetreu über diese Fakten zu berichten.

In der Anno 1952 erschienenen Offiziellen Geschichte seiner Zeitung, der Times, wird dies überraschend offen eingeräumt. Dies liefert einen unverkennbaren Hinweis auf den verborgenen Mechanismus der Zensur, die bereits 1917 existierte und die Völker des Westens daran hinderte, den wahren Charakter der „Russischen“ Revolution zu durchschauen. Die Offizielle Geschichte stellt Robert Wiltons Berichterstattung aus Russland vor 1917 sehr positiv dar, doch dann ändert sich der Tonfall abrupt. Die 1917 von Wilton geäußerten Warnungen, heißt es, hätten „die Politik der Zeitung nicht unmittelbar beeinflusst, teilweise weil der Verfasser kein volles Vertrauen genoss“.

Warum kam es, dass Wilton „kein volles Vertrauen genoss“, wenn er zuvor doch so hervorragende Arbeit als Korrespondent geleistet hatte? Der Grund liegt auf der Hand:

Die Fakten sehen wie folgt aus: Nachdem Wilton seinen Unmut darüber bekundet hatte, dass die von ihm gelieferten Nachrichten in entstellter Form oder gar nicht veröffentlicht wurden, begann die Times Artikel von Autoren zu drucken, die in keiner Hinsicht qualifiziert waren, sich zum Thema Russland zu äußern. Nach und nach nahmen die einschlägigen Leitartikel einen Tenor an, der Wilton zutiefst empörte: “Jene, die an die Zukunft Russlands als einer freien und effizienten Demokratie glauben, werden mit geduldiger Zuversicht und ernster Sympathie verfolgen, wie das neue Regime die Hoffnungen, die man in es setzt, erfüllt.” Damit war der Tonfall für die künftige Berichterstattung über Russland vorgegeben; jahrzehntelang wurde die Öffentlichkeit in diesem Stil “informiert”. (Ich selbst sowie andere Korrespondenten, die zwischen 1933 und 1938 in Berlin stationiert waren, mussten dort dieselbe Erfahrung machen wie Wilton in Russland und der in einem früheren Kapitel erwähnte Obert Repington in London.)

Robert Wilton fiel bei den Herausgebern der Times während des fünfmonatigen Zeitraums in Ungnade, als Kerenski von den jüdischen Revolutionären Schritt für Schritt entmachtet wurde. Warum? Die Offizielle Geschichte der Times beantwortet diese Frage mit dankenswerter Offenheit: “Es war für Wilton sehr nachteilig, dass eine seiner Botschaften... in zionistischen Kreisen, ja selbst im Außenministerium, den Eindruck erweckte, er sei Antisemit.”

Diese Worte muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: “Zionistische Kreise”, nicht “kommunistische”! Einen klareren Beweis für die Kumpanei zwischen Zionisten und Kommunisten kann man sich kaum wünschen. Warum hätten die Zionisten, die von der britischen Regierung eine “Heimstatt” in Palästina wollten, sonst Anstoß an den Meldungen eines britischen Moskau-Korrespondenten nehmen sollen, der darüber berichtete, dass in Russland ein jüdisches Regime nach der Macht griff? Immerhin war Wilton lediglich seiner Pflicht nachgekommen, die Leser wahrheitsgemäß über die Entwicklung in Russland zu informieren. Doch für die Zionisten war er ein “Antisemit”, und dies reichte bereits aus, um ihn bei der Redaktion der Times in Misskredit zu bringen. Um seinen guten Ruf in den Augen der Herausgeber zu wahren und seine Artikel weiterhin unzensiert veröffentlichen zu können, hätte er die Lage in Russland bewusst verzerrt darstellen müssen. Ganz offensichtlich erwartete man von ihm, eine absolut essentielle Tatsache tunlichst unter den Teppich zu kehren.

Als ich diesen aufschlussreichen Bericht las, fragte ich mich, wer den “zionistischen Kreisen”, dem Außenministerium und der Time-Redaktion wohl eingeredet haben mochte, Wilton sei ein “Antisemit”. Dem Historiker geht es gewöhnlich wie dem Goldgräber: Er muss lange suchen, bis er das eine oder andere Goldkorn aufstöbert. Im vorliegenden Fall förderten meine Recherchen jedoch im Nu einen dicken Goldklumpen zutage. In der fünfunddreißig Jahre nach den geschilderten Ereignissen erschienenen Offiziellen Geschichte der Times stieß ich nämlich auf eine wahrhaft erstaunliche Passage. Es hiess da, der “Propagandachef im Außenministerium” habe dem Herausgeber der Zeitung durch einen seiner Untergebenen ein Memorandum zukommen lassen, in dem die “Anschuldigungen” gegen Wilton wiederholt worden seien. (Offenbar waren diese “Anschuldigungen” zuerst in irgendeinem zionistischen Blatt erhoben worden.) Der betreffende “Untergebene” wurde namentlich genannt. Er hieß Reginald Leeper und sollte drei Jahrzehnte später als “Sir Reginald” britischer Botschafter in Argentinien werden.

Dank Who's Who gelang es mir, Näheres über diesen Herrn Leeper zu erfahren. Anno 1917 trat er im Alter von 29 Jahren ins Internationale Büro des Informationsministeriums – einer Filiale des Außenministeriums – ein. Sein Memorandum über Robert Wilton wurde der TimesAnfang Mai 1917 zugestellt.

Der Erfolg war durchschlagend: Wie die Offizielle Geschichte berichtet, gingen Wiltons Berichte fortan entweder “verloren” oder wurden “ignoriert”. Ganz nebenbei sei bemerkt, dass der damalige Times -Herausgeber derselbe Mann war, über den sich Oberst Repington 1917/1918 so bitter beklagte und dem der Verfasser des vorliegenden Buchs im Jahre 1938 seine Kündigung zugestellt hat, weil er sich, wie vor ihm Robert Wilton, dem Prinzip des ehrlichen Journalismus verpflichtet fühlte.

Wilton kämpfte noch eine Zeitlang weiter. Er protestierte unaufhörlich gegen die Zensurierung und Unterdrückung seiner Meldungen und erwies der Sache des ehrlichen Journalismus dann einen letzten Dienst, indem er sein Wissen in seinem Buch The Last Days of the Romanoffs zusammenfasste. Darin schilderte er Taten des neuen Regimes, die ein grelles Licht auf dessen wahre Natur warfen: Das Gesetz gegen “Antisemitismus”, die antichristlichen Verfolgungsmaßnahmen, die Kanonisierung von Judas Ischariot, die Umstände des Mordes an der Zarenfamilie, der unverkennbar talmudistische Handschrift trug und bei dem die Täter absichtlich Spuren zurückließen, um ihre Opfer zu verhöhnen.

Das Gesetz gegen “Antisemitismus” (was man auch immer darunter verstehen mochte) war bereits ein hinreichend klarer Hinweis auf die Urheberschaft der Revolution. Es war dies eine unmissverständliche Warnung des illegalen, mehrheitlich aus Juden bestehenden Regimes an die russischen Massen, Fragen wie die nach dem Ursprung der revolutionären Bewegung tunlichst zu unterlassen. De facto war der Talmud somit zum Gesetz Russlands geworden; in den folgenden vier Jahrzehnten vollzog sich im Westen ein entsprechender Prozess.

Das kurze antichristliche Wüten der französischen Phase der Revolution wiederholte sich in Russland in noch unverhüllterer und brutalerer Form. Die Sprengung von Kirchen sowie die Einrichtung eines Gottlosenmuseums in der Kathedrale des Heiligen Basilius waren der Pferdefuß, an dem man den wahren Charakter des bolschewistischen Regimes sofort erkannte. “Prozentuell repräsentierten die Juden ein Zehntel der Bevölkerung”, schrieb Wilton, “doch neun von zehn Kommissaren, die das bolschewistische Russland regieren, sind Juden: womöglich ist ihr Anteil noch höher”. Wilton nahm also kein Blatt vor den Mund. Hätte er das Wort “Juden” durch “Ukrainer” ersetzt, so hätte niemand etwas dagegen einzuwenden gehabt: die bloße Erwähnung einer nachweisbaren Tatsache gab den Anstoß zu einer heimlichen Denunziation, weil diese Tatsache für die Juden nicht besonders schmeichelhaft war.

Wie Wilton festhielt, war die Verehrung von Judas Ischariot ein weiterer gezielter Angriff auf das Christentum. Wäre es den jüdischen Herrschern lediglich um die Schaffung einer egalitären Gesellschaft gegangen, so hätte für sie kein Anlass bestanden, einen rund drei Jahrzehnte nach dem Beginn unserer Zeitrechnung begangenen Verrat zur heroischen Tat zu verklären. Wer seine Augen vor der Symbolträchtigkeit dieses Aktes verschließt, kann die bolschewistische Revolution nicht verstehen.

Auch die damals verübten Massaker waren im Grunde nichts anderes als ein talmudistischer Rachefeldzug gegen die “Heiden”. Im August 1918 wurde der Jude Urizki vom Juden Kanegisser erschossen, worauf der Chef der Petrograder Tscheka, der Jude Peters, einen “Massenterror” gegen Russen anordnete und ein weiterer Jude, Sinowjew (ursprünglicher Name: Apfelbaum), die “Vernichtung” von zehn Millionen Russen forderte. Das 1919 erschienene Weißbuch der britischen Regierung über den Bolschewismus erwähnt die anschließenden Massenmorde an russischen Bauern.

Der symbolträchtigste Akt war freilich die Ermordung der Zarenfamilie. Robert Wilton trug maßgeblich dazu bei, dass die Welt von den Tatsachen erfuhr.

Nikolaus II. hatte am 5. März 1917 auf den Rat seiner Minister abgedankt. Während der Kerenski-Periode sowie zu Beginn der Bolschewistenherrschaft wurden er und seine Familie verhältnismäßig gut behandelt. Ein Jahr lang waren sie in Tobolsk unter einem russischen Kommandanten sowie unter der Obhut russischer Wächter interniert. Im April 1918, als das jüdische Regime bereits recht fest im Sattel saß, wurde die Familie auf Befehl aus Moskau hin nach Ekaterinburg, einer Stadt im Ural, überstellt, und die russischen Wächter wurden durch andere ersetzt, deren Identität nie eindeutig geklärt werden konnte. Die örtliche russische Bevölkerung bezeichnete sie als “Letten”, weil die einzige nicht russischsprachigen Soldaten der Roten Armee, die man damals kannte, aus Lettland stammten, aber alles deutet darauf hin, dass es sich um Ungarn handelte.

An die Stelle des früheren russischen Kommandanten trat am 7. Juli der Jude Jankel Jurowski. Verantwortlich für die Inhaftierung der Zarenfamilie war nun eine Kette von Juden, von der Regierungsspitze in Moskau über die Vorsitzenden der lokalen Sowjets im Ural bis hin zum Kommandanten des Gefängnisses in Ekaterinburg. Der heimliche Herrscher Russlands war damals der jüdische Terrorist Jankel Swerdlow, Vorsitzender der Moskauer Tscheka. An der Spitze der Tscheka von Ekaterinburg standen sieben Juden, darunter der bereits erwähnte Jankel Jurowski. Am 20. Juli gab der uralische Sowjet bekannt, der Zar sei erschossen, seine Familie hingegen “an einen sicheren Ort” verbracht worden. Eine ähnliche Erklärung wurde seitens der Tscheka in Moskau veröffentlicht und von Swerdlow unterzeichnet, der hiermit “den Schritt des regionalen Sowjets des Urals billigte”. Doch zum damaligen Zeitpunkt waren der Monarch und seine Familie bereits tot.

Dass die Wahrheit ans Licht kam, ist einzig und allein der Tatsache zu verdanken, dass Ekaterinburg am 25. Juli von den “Weißen” unter General Diterichs erobert wurde. Im Windschatten der monarchistischen Truppen trafen auch Robert Wilton und der berühmte russische Kriminologe Sokolow in Ekaterinburg ein, wo sie sofort mit ihren Untersuchungen begannen. Nachdem die Weißen abgezogen waren, befand sich das gesamte Beweismaterial in den Händen Wiltons, der es, zusammen mit zahlreichen Fotografien, in seinem Buch veröffentlichte.

Der Mord an der Zarenfamilie war von Swerdlow, der in ständigem Kontakt mit der Zentrale in Moskau stand, auf Befehl eben dieser Zentrale organisiert worden. Hiervon zeugten dokumentarische Unterlagen über die Telefongespräche zwischen Swerdlow und der Tscheka von Ekaterinburg. Letztere hatte Swerdlow unter anderem einen Bericht zugestellt, in dem es hieß: “Gestern ging ein Kurier mit den Dokumenten ab, die Sie interessieren.” Der Kurier war kein anderer als Jurowski. Mit den ”Dokumenten” waren nach Ansicht der Untersuchungsbeamten die Köpfe der Romanows gemeint (die Schädel der Ermordeten waren spurlos verschwunden, und es wurden auch keine Schädelknochen gefunden).

Die näheren Umstände des Massenmordes wurden von Zeugen geschildert, unter denen sich zumindest einer der Täter befand. Um Mitternacht des 16. Juli war die Zarenfamilie von Jurowski geweckt, in einen Kellerraum geführt und dort erschossen worden. Die tödlichen Schüsse waren von Jurowski, seinen sieben nicht identifizierten ausländischen Helfershelfern, einem Vertreter der lokalen Tscheka namens Nikulin sowie zwei Russen (professionellen Mördern im Solde der Tscheka) abgefeuert worden. Bei den Opfern handelte es sich um den Monarchen, seine Gattin, seinen kranken Sohn (den sein Vater auf den Armen trug, da er zu schwach war, um zu gehen), seine vier Töchter sowie um den Arzt, den Diener, den Koch und die Zofe der Familie. Als Sokolow und Wilton den Raum betraten, in dem die Zarenfamilie mit Schüssen und Bajonettstichen abgeschlachtet worden war, befand sich dieser immer noch in einem Zustand größter Unordnung; hiervon zeugt eine Fotografie in Wiltons Buch.

Während es der Untersuchungskommission rasch gelang, die Umstände der Bluttat aufzuhellen, vermochte sie die sterblichen Überreste der Ermordeten lange nicht zu finden. Sie erfuhr, dass sich Jurowski, ehe er die Stadt verließ, gebrüstet hatte, die Welt werde “niemals erfahren, was wir mit den Leichen gemacht haben”. Doch der Erdboden gab sein Geheimnis schließlich preis. Die Leichen waren auf fünf Lastwagen zu einem stillgelegten Erzbergwerk gefahren, zerstückelt und mit 150 Gallonen Benzin verbrannt worden. Ein Genosse Woikow von der uralischen Tscheka (der gemeinsam mit Lenin in dem versiegelten Zug aus Berlin in Russland eingetroffen war) hatte ca. 200 Liter Schwefelsäure zur Verfügung gestellt, mit der die Knochen der Ermordeten zerstört werden sollten. Anschließend hatte man die Asche mitsamt den unverbrannten Leichenteilen (Knochen und Hautfetzen) in den Schacht geworfen, nachdem man zuerst das Eis auf dem Schachtgrund zertrümmert hatte, damit die menschlichen Überreste im Schlamm versinken konnten. Anschließend bedeckte man den Schachtgrund mit einem Fußbodenbelag. Nachdem die Ermittler diesen entfernt hatten, entdeckten sie Knochensplitter, Hautfetzen, einen Finger und zahlreiche Gegenstände, von denen sich herausfinden ließ, wem sie gehört hatten. Besonderes Erstaunen erweckte anfänglich eine kleine Sammlung von Nägeln, Münzen und ähnlichem. Sie wirkte wie der Inhalt der Hosentasche eines Schuljungen, und genau das war sie auch: Sidney Gibbes, der Englischlehrer des kleinen Zarensohns, bezeugte, dass diese Dinge seinem Schützling gehört hatten. Die ausgeklügelten Maßnahmen zur Beseitigung der Leichen und sonstigen Beweismittel verrieten, dass man es mit abgebrühten Verbrechern zu tun hatte; ihre Methoden erinnern an jene, die später, während der Prohibition, von rivalisierenden amerikanischen Gangsterbanden benutzt wurden.

Schon bald erfuhr die Außenwelt von dem grausigen Fund, und Swerdlows Behauptung, wonach lediglich der Zar “hingerichtet” und seine Familie “in Sicherheit gebracht” worden sei, war als Lüge entlarvt. Die Täter inszenierten eine Prozessfarce gegen 28 Personen, denen zur Last gelegt wurde, den Zar und seine Familie umgebracht zu haben. Von diesen 28 wurden allerdings nur acht namentlich genannt, von denen keiner irgendetwas mit dem Massaker zu tun gehabt hatte. Die Bolschewiken behaupteten, fünf der Schuldigen seien an die Wand gestellt worden; ob diese Personen überhaupt je existiert haben, weiß man nicht. Der Organisator des Massenmordes, Swerdlowsk, wurde bald darauf bei einer innerparteilichen Fehde getötet, und Tausende unschuldiger Menschen fielen dem wahllosen Morden zum Opfer, das gleich nach der Auslöschung der Zarenfamilie einsetzte. Ekaterinburg wurde in Swerdlowsk umbenannt, um Swerdlows Namen zum Lohn für dieses symbolträchtige Verbrechen zu verewigen.

Der Hauptgrund dafür, dass wir so ausführlich auf die Umstände des Mordes an den Romanow eingehen, besteht in den “Fingerabdrücken”, welche die Täter an der Stätte ihrer Missetat zurückließen. Einer der Verbrecher, vermutlich ihr Anführer, brachte nach der Tat eine Inschrift an der Wand an, die damals bereits mit obszönen oder höhnischen Graffiti in hebräischer, ungarischer und deutscher Sprache bedeckt war. Die betreffende Inschrift räumte jeden Zweifel daran aus, dass der Zar und seine Familie nach dem Gesetz der ´Torah und des Talmud “hingerichtet” worden waren, und lieferte der Nachwelt somit ein Paradebeispiel jüdischer Rache, so wie sie von den Leviten interpretiert wird. Es handelte sich um die beiden letzten Zeilen des Gedichts Belsasar, in dem der deutsch-jüdische Poet Heinrich Heine den Tod des (mythischen) babylonischen Herrschers Belsasar als Strafe für seine Schmähung des jüdischen Gottes Jehova darstellt:

“Belsazar ward aber in selbiger Nacht.

Von seinen Knechten umgebracht.”

Kein Mörder hat je einen klareren Hinweis auf seine Tat und seine Identität hinterlassen!

Die Revolution war ihrem Wesen nach nicht russisch, auch wenn sie in Russland ausgebrochen war. Sie hatte überall in den höchsten Kreisen ihre Freunde. Zu diesem Zeitpunkt (1917-1918) findet der Historiker erstmals Belege dafür, dass führende Persönlichkeiten dem Kommunismus dieselbe Unterstützung angedeihen ließen, die sie bereits seinem Bruder, dem Zionismus, verliehen hatten. Dies geschah auf beiden Seiten der Front; sobald die geheimen, aber absolut zentralen Ziele des Krieges offengelegt worden waren, verschwand die Unterscheidung zwischen “Feind” und “Freund”. Das Hauptquartier jener Zionisten, die konzentrierten “unwiderstehlichen Druck” auf die Politiker in London und Washington ausübten, befand sich noch längere Zeit nach Kriegsausbruch in Berlin; die Kommunisten erhielten bald von Deutschland, bald von Deutschlands Feinden entscheidende Unterstützung.

Wie der amerikanische Botschafter in Berlin, Gerald, in einem Brief an Oberst House festhielt, begann Deutschland nach dem Auftakt zum Ersten Weltkrieg, “Russen mit revolutionärer Tendenzen, die sich in deutscher Gefangenschaft befanden, mit Geld und Pässen ausgerüstet nach Russland zurückzuschicken, damit sie in ihrer Heimat Unruhe stiften konnten”. Laut Robert Wilson wurde der Entscheid zur Schürung der Revolution in Russland anlässlich eines Treffens des deutschen und des österreichischen Generalstabs Ende 1915 in Wien gefällt. Der deutsche Stabschef General Ludendorff hat diesen Schritt später ausdrücklich bedauert: “Indem unsere Regierung Lenin nach Russland schickte, nahm sie... eine große Verantwortung auf sich. Vom militärischen Standpunkt aus war seine Entsendung gerechtfertigt, denn wir mussten Russland unbedingt ausschalten, doch unsere Regierung hätte dafür sorgen müssen, dass wir nichts mit seinem Untergang zu tun hatten.”

An sich könnte man diese Politik der deutschen Regierung als simplen menschlichen Irrtum entschuldigen: Eine militärisch durchaus sinnvolle Maßnahme hatte verheerende politische Auswirkungen zur Folge. Doch was kann man zur Rechtfertigung jener amerikanischen und britischen Politiker ins Feld führen, deren oberster militärischer und politischer Grundsatz die Unterstützung Russlands hätte sein müssen, die jedoch nichtsdestoweniger jene fremdstämmigen Revolutionäre unterstützten, welche Russland “ausschalteten”?

Ich habe bereits aus dem Leitartikel in der Times zitiert, in dem von einem “freien und demokratischen” Russland gesprochen und die Hoffnung bekundet wurde, das neue Regime werde “die in es gesetzten Hoffnungen erfüllen”. Gleichzeitig “ignorierte” die Zeitung die Berichte ihres erfahrenen Russland-Korrespondenten und entzog ihm das Vertrauen, weil ihn irgendjemand beschuldigt hatte, “Antisemit” zu sein. Auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans vertraute der wahre Herrscher Amerikas, Oberst House, seinem Tagebuch ganz ähnliche Gefühle an. Für ihn waren die aus dem Westen in Russland eingeschleusten fremdstämmigen Revolutionäre (laut Churchill eine außergewöhnliche Gruppe von Personen “aus den Großstädten Europas und Amerikas”) ehrliche “Landreformer”: “Den friedenshungrigen und landhungrigen Russen erschienen die Bolschewisten als die ersten Führer, welche einen aufrichtigen Versuch unternahmen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.”

Heutzutage wissen wir alle, wie die Bolschewisten mit den “landhungrigen” Russen umgesprungen sind. Vor der Oktoberrevolution hatten die Zaren und ihre Minister 50 Jahre lang versucht, diesen Landhunger zu stillen, doch ihre Bemühungen waren von Mördern durchkreuzt worden. Davon hatte Oberst House anscheinend jedoch keine Ahnung. Nachdem sich die Revolutionäre in Russland an die Macht geputscht hatten, wies er seinen Marionettenpräsidenten an, “buchstäblich nichts anderes zu tun, als Sympathie für Russlands Bestrebungen zur Entwicklung einer kämpferischen Demokratie zu bekunden und ihm zu versichern, dass wir es finanziell, industriell und moralisch auf jede denkbare Weise unterstützen werden”.

Die Ähnlichkeit zwischen dieser Formulierung und derjenigen, der sich die Times in ihrem früher zitierten Leitartikel bediente, springt sofort ins Auge. Sowohl in der britischen als auch in der amerikanischen Hauptstadt waren hinter den Kulissen augenscheinlich mächtige Gruppierungen am Werk, die den Massen weismachten, in Russland werde gegenwärtig eine “kämpferische” und “effiziente” Demokratie aufgebaut. Der zweite Teil der Instruktionen, die House dem Präsidenten erteilte, hob den ersten Teil, in dem er ihn anwies, sich auf verbale Sympathiebekundungen zu beschränken, wieder auf: Statt “buchstäblich nichts” sollte Wilson nun plötzlich alles für den jungen Sowjetstaat tun, denn was konnte House mit seinem Ukas, das bolschewistische Regime “finanziell, industriell und moralisch auf jede denkbare Weise zu unterstützen”, sonst gemeint haben? Wilson befolgte den Befehl des Obersten gewissenhaft, und fortan war die Unterstützung der Sowjetunion offizielle amerikanische Politik. Genau diese Politik betrieb auch Präsident Roosevelt während des Zweiten Weltkriegs, wie wir später nachweisen werden.

Somit bezogen mächtige Männer im Westen Partei für die Weltrevolution und stellten sich hierdurch nicht nur gegen das russische Volk, sondern gegen alle Menschen, welche die Weltrevolution ablehnten. Immerhin: Längst nicht alle Männer, die damals im Westen Einfluss besaßen oder später solchen erringen sollten, spielten dieses ränkevolle Spiel mit. Am 5. November 1919, also zwei Monate vor seinem eingangs zitierten Artikel im Illustrated Sunday Herald , sprach Winston Churchill vor dem britischen Unterhaus Klartext:

“Ich spreche den Bolschewisten ganz entschieden das Recht ab, Russland zu vertreten... Der Begriff der Nationalität ist für sie nur Schall und Rauch. Ihr Ideal ist eine weltweite proletarische Revolution. Die Bolschewiken haben Russland auf einen Schlag die beiden kostbarsten Dinge geraubt: Den Frieden und den Sieg. Den Sieg, der greifbar nahe war, und den Frieden, der sein sehnlichster Wunsch war. Die Deutschen haben Lenin in voller Absicht nach Russland geschickt, damit er dort auf dessen Untergang hinarbeiten konnte... Kaum war Lenin angekommen, erteilte er allerlei obskuren Personen, die sich in New York, Glasgow, Bern und anderswo an verborgenen Zufluchtsorten aufhielten, einen Wink und sammelte die führenden Geister einer furchterregenden Sekte um sich, der furchterregendsten Sekte der Welt... Von diesen Geistern umgeben, schickte er sich mit dämonischem Talent an, sämtliche Institutionen, auf die der russische Staat und die russische Nation angewiesen waren, restlos zu vernichten... Russlands Leiden sind fürchterlicher als die jedes anderen Landes in der jüngeren Geschichte, und es ist seiner Stellung unter den grossen Nationen der Welt verlustig gegangen.”

Mit dieser Charakterisierung hatte Churchill ins Schwarze getroffen: zutreffend war insbesondere seine Feststellung, dass Lenin die “furchterrendste Sekte der Welt” um sich geschart hatte. 50 Jahre zuvor hatte sich Bakunin bei seiner Attacke auf die jüdische Usurpierung der Revolution ganz ähnlich geäußert. Der von uns angeführte Auszug aus Churchills Artikel im Illustrated Sunday Herald beweist, dass ihm die ethnische Herkunft der Führer dieser Sekte sehr wohl bekannt war.

Somit hatten Chaim Weizmanns Mitverschwörer aus den talmudistisch regierten Zonen Russlands zum selben Zeitpunkt triumphiert, wo er selbst in London und Washington seinen Triumph einheimste. Wie Weizmann selbst hervorhob, hatte der einzige Unterschied zwischen den beiden erfolgreichen Bewegungen von Anfang an darin bestanden, dass sich die eine dem “revolutionären Zionismus” und die andere dem “revolutionären Kommunismus” verschrieben hatte. Während seiner Studienzeit in Berlin, Freiburg und Genf hatte er unzählige Male hitzig über diesen Unterschied debattiert. Balfours Biographin Blanche Dugdale zeichnete folgendes Porträt der zerstrittenen revolutionären Blutsbrüder während der Jahre vor ihrem gleichzeitigen Triumph:

“Lenin und Trotzki gelangten in derselben Woche im November 1917 zur Macht, in welcher der jüdische Nationalismus Anerkennung gewann. Jahre zuvor hatten Trotzki und Weizmann Abend für Abend in verschiedenen Cafés des Universitätsviertels ihre entgegengesetzten politischen Lehren verkündet. Diese beiden in Russland geborenen Männer... hatten die Masse der jüdischer Studenten hüben und drüben der Front in Wallung versetzt: Leo Trotzki, der Apostel der roten Revolution, und Chaim Weizmann, der Apostel einer seit zwei Jahrtausenden ununterbrochen lebendigen Tradition. Nun wollte es ein seltsamer Zufall, dass jeder der beiden in ein und derselben Woche die Erfüllung seines Traums erleben durfte.”

Tatsache war, dass sich der Westen mittlerweile im Griff einer Zange befand, deren beide Kneifer aus zwei revolutionären Bewegungen bestand; die Führer beider Bewegungen waren, wie Blanche Dugdale festhielt, “in Russland geboren”, aber keine Russen.

Für Weizmann und seine Kampfgefährten in London und Washington waren die Ereignisse in Russland in gewisser Hinsicht genierlich. Sie hatten ihre Forderung nach Palästina damit begründet, dass die “verfolgten Juden Russlands” einen “Zufluchtsort in Palästina” brauchten (dieses Argument mochte ja an den Haaren herbeigezogen sein, war aber gut genug für den tumben Pöbel), doch nun gab es in Russland über Nacht keine “verfolgten Juden” mehr; im Gegenteil: Dort war jetzt ein jüdisches Regime am Ruder, und “Antisemitismus” galt als todeswürdiges Verbrechen. Wo waren nun die Juden, die einen “Zufluchtsort” in Palästina benötigten? (Dies war offensichtlich der Grund dafür, dass man Robert Wilton daran hinderte, die Öffentlichkeit über die wahre Natur des neuen Regimes in Moskau aufzuklären.)

Rabbiner Elmer Berger schrieb: “Die Sowjetregierung räumte den Juden sogar Vorrechte in ihrer Eigenschaft als Juden ein.

Mit einem Federstrich emanzipierte die Revolution eben jene Juden, von denen die zionistischen Führer unlängst noch behauptet hatten, für sie gebe es keine andere Lösung als den Zionismus. Die Sowjetjuden brauchten keine Heimstatt mehr, weder in Palästina noch anderswo. Das Argument vom Leiden des russischen Judentums, das Herzl oft beschworen hatte, um die Pachtung eines für die Juden bestimmten Territoriums in Palästina zu erreichen, war mit einem Schlag hinfällig geworden.”

Dr. Weizmann ließ sich durch diese Entwicklung allerdings nicht beirren, sondern machte den Juden unverzüglich klar, dass sie keine Atempause erhoffen durften:

“Einige unserer Freunde... ziehen voreilige Schlüsse bezüglich der Frage, was nach der Russischen Revolution mit der zionistischen Bewegung geschehen wird. Sie meinen, jetzt sei der größte Ansporn für die zionistische Bewegung entfallen. Das russische Judentum sei ja frei...Nichts könnte oberflächlicher und falscher sein als diese Argumentation. Wir haben den Aufbau unserer zionistischen Bewegung nie mit dem Leiden unserer Menschen in Russland oder anderswo begründet. Ihre Leiden waren niemals der Grund des Zionismus. Das fundamentale Anliegen des Zionismus war und ist das unausrottbare Streben des Judentums nach einer eigenen Heimat.”

Diese Worte Weizmanns waren eine Mischung aus Wahrheit und Lüge. Es traf durchaus zu, dass die Organisatoren des Zionismus diese Bewegung keinesfalls im Hinblick auf die Leiden der Juden in Russland oder anderswo gegründet hatten, doch andererseits ist es völlig unbestreitbar, dass sie die westlichen Politiker dadurch unter Druck setzten, dass sie eben dieses “Leiden” beschworen. Diese Taktik hatte sich als erfolgreich erwiesen, denn 1912 griff Wilson dieses Argument auf, und andere westliche Politiker taten es ihm gleich.

In jener schicksalhaften Novemberwoche zerrann dieses Argument jäh zu nichts, doch auf die britische Regierung machte dies keinen Eindruck; wie Blanche Dugdale vermerkt, hatte sie sich der zionistischen Sache langfristig verpflichtet. Dass irgendwelche Juden nun noch einer “Heimstatt” bedurften, konnte zwar kein Mensch mehr ernsthaft behaupten, aber Lloyd George hatte sich damals bereits verpflichtet, Palästina “für die Juden” zu erobern.

Die ganze Unlogik der zionistischen Argumentation trat also ausgerechnet in jenen Tagen klar zutage, als dem Westen ein zionistischer Mühlstein um den Hals gehängt wurde. Obschon dieser unlösbare Widerspruch letzten Endes den Zusammenbruch des zionistischen Staates so sicher herbeiführen muss, wie die Ereignisse des Jahres 1666 die messianistische Bewegung Sabbata Zevis zum Scheitern verurteilten, geht die finstere Schmierenkomödie vorderhand munter weiter.

Ohne ein Ereignis, das anderthalb Jahrzehnte später eintrat, hätte das zionistische Projekt schon bald Schiffbruch erlitten, und wir wüssten heute nur noch aus Geschichtsbüchern von dem irrsinnigen Versprechen Arthur Balfours. Dieses Ereignis war die Machtübernahme Hitlers, die es den Zionisten erlaubte, die alte Legende von der “Verfolgung der Juden in Russland” durch eine neue Legende zu ersetzen und auf diese Weise viele Juden nach Palästina zu locken. Hätte Hitler nicht existiert, so hätten die Zionisten ihn erfinden müssen: Dank ihm auferstand ein scheinbar gescheitertes Projekt über Nacht phönixgleich aus der Asche. Auf Hitler und das Dritte Reich kommen wir jedoch erst in einem späteren Kapitel zu sprechen.


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