Kapitel 14

Die mobile Regierung

Die pharisäischen Weisen, die ihren Sitz kurz vor der im Jahre 70 n. Chr. erfolgten Zerstörung Jerusalems nach Jamnia verlegt hatten, orientierten sich am Vorbild der Leviten in Babylon. Sie gedachten ein Machtzentrum zu schaffen, von dem aus sie ihre mittlerweile über zahllose Länder zerstreuten Untertanen wirksam kontrollieren konnten. Dabei kamen ihnen die in Babylon und Jerusalem gesammelten Erfahrungen ebenso zugute wie die Jahrhunderte alten Geheimnisse, in die sie eingeweiht waren, und es gelang ihnen, eine mobile Regierung zu begründen, die bis zum heutigen Tage die Macht über die Juden ausübt.

Vor der letzten Schlacht gegen Rom siedelte, um Dr. Kastein zu zitieren, „eine Gruppe von Lehrern, Gelehrten und Erziehern, welche die Verantwortung für das Geschick ihres Volkes auf ihre Schultern nahmen und so dessen Zukunft für alle Zukunft gestalteten, nach Jamnia über... In Jamnia wurde eine zentrale Organisation zur Lenkung des jüdischen Volkes aus dem Boden gestampft... Wenn eine Nation so vernichtend geschlagen worden ist wie damals die Juden, geht sie normalerweise zugrunde. Das jüdische Volk ging jedoch nicht zugrunde... Es hatte bereits während der babylonischen Gefangenschaft gelernt, sich veränderten Bedingungen anzupassen... Und nun wählte es eine ähnliche Strategie.“

In Jamnia wurde der alte Sanhedrin, der Legislative, Judikative und Exekutive zugleich gewesen war, unter einem anderen Namen neu gegründet. Ausserdem wurde eine Akademie geschaffen, welcher die Weiterentwicklung des Gesetzes oblag. Dort fuhren die Schriftgelehrten fort, Jahwes Pläne zu offenbaren und das Gesetz, von dem schon mehrfach behauptet worden war, es habe seine endgültige Form gefunden, weiterzuentwickeln. Da das Gesetz dem Dogma zufolge jeden einzelnen Aspekt des jüdischen Lebens zu regeln hat und sich die Umwelt, in der die Juden leben, kontinuierlich wandelt, kann von einer „endgültigen“ Fassung des Gesetzes in der Tat keine Rede sein: es muss fortwährend durch neue Zusätze erweitert werden.

Allein schon diese Tatsache machte regelmässige Revisionen des Gesetzes notwendig; dazu kam jedoch ein neuer Faktor in Gestalt des aufblühenden Christentums, und es erwies sich als unabdingbar, die Haltung des Judentums gegenüber dieser aufstrebenden Kraft verbindlich festzulegen. So erhielt die Torah einen monströsen Wurmfortsatz in Gestalt des Talmud, von dem es hiess, er sei genau so wichtig, wenn nicht gar wichtiger als die Torah selbst.

Von Jamnia aus wachten die Weisen von Zion streng über die Einhaltung des Gesetzes, das, so Dr. Kastein, „eine unüberwindliche Sperre gegenüber der Aussenwelt bildete“, eine „gnadenlose Disziplin erzwang“ und „Bekehrungswillige auf Distanz hielt“ . Damit wurde das Ziel verfolgt, „das Leben der Juden grundlegend anders zu gestalten als jenes der Nichtjuden“. Jedes Gesetz, das im Sanhedrin die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt hatte, war für die weit zerstreuten jüdischen Gemeinden zwingend gültig; „Kritikern drohte der Bannfluch, was dem Ausschluss aus der Gemeinschaft gleichkam“.

Auf diese Weise wurde „der Mittelpunkt des Kreises schliesslich fixiert und der Kreis selbst in Form des Gesetzes und des Zauns, der das Volk umgab, fein säuberlich umrissen“. Während dieses Zeitraums (das Christentum war in Rom noch nicht zur Staatsreligion geworden) erteilte das „Zentrum“ den Juden über seine geheimen Kanäle die Erlaubnis, ihren Glauben nach aussen hin zu verleugnen und zum Schein zu einer „heidnischen Religion“ überzutreten, sofern die Umstände dies erforderten.

Rund ein Jahrhundert lang hatte die Regierung in Jamnia ihren Sitz; dann siedelte sie nach Usha in Galiläa über, wo der Sanhedrin neu konstituiert wurde. „Das Judentum auferlegte sich selbst Beschränkungen und grenzte sich immer schroffer von seiner Umwelt ab“ , hält Dr. Kastein fest. Während dieser Zeit wurden zum Christentum übergetretene Juden formell mit einem Fluch belegt. Im Jahre 320 bekehrte sich der römische Kaiser Konstantin zum christlichen Glauben und erliess Gesetze, welche Eheschliessungen zwischen Christen und Juden untersagten und es den Juden verboten, christliche Sklaven zu halten. Dies war nichts weiter als eine natürliche Reaktion auf das jüdische Gesetz der Absonderung sowie die von der talmudistischen Regierung in Usha geförderten Praxis, „Fremde“ zu Sklaven zu machen, doch den Juden galt dergleichen als „Verfolgung“, und um sich dieser „Verfolgung“ zu entziehen, verlegte die Regierung ihren Sitz nach Babylonien. Dort existierte immer noch eine intakte jüdische Gemeinde, die Nachfolger jener Judäer, die acht Jahrhunderte zuvor die Fleischtöpfe Babylons der Rückkehr nach Jerusalem vorgezogen hatten. Als Regierungssitz wählte die talmudistische Regierung die Stadt Sura, während die Akademien in Pumbedita neu begründet wurden.

Der in Jamna und Usha begonnene Talmud wurde in Sura und Pumbedita vollendet. Dr. Kastein schwärmt, überall sei „ein Ring von gewaltigem Ausmass und kolossaler Elastizität“ um die Juden errichtet worden; der mystische Kreis der Furcht und des Aberglaubens wurde enger gezogen. Von Sura aus herrschte ein Exilarch (so nannte man die dem Hause David entstammenden politischen Führer der im Exil lebenden Juden), doch dieser wurde mit der Zeit zur blossen Vorzeigefigur. Schon bald legte, um abermals Dr. Kastein zu zitieren, „der Vorsitzende der Akademie“ (d. h. der Hohepriester und „Premierminister“) die Regeln und Bestimmungen „nicht nur für die babylonischen Juden, sondern für das Judentum in seiner Gesamtheit“ fest. „Die Juden in aller Welt anerkannten die Akademien in Babylon als rechtmässiges Zentrum des Judentum, und jedes dort verabschiedete Gesetz galt als verbindlich.“

Dies heisst, dass die Nation innerhalb der Nationen, der Staat innerhalb der Staaten an das talmudistische Zentrum in Babylonien gekettet war und von ihm gelenkt wurde.

Der Kern des Dogma waren auch weiterhin die von Hesekiel, Esra und Nehemia geschaffenen und erzwungenen Gebote, aber de facto hatte der Talmud die Torah in den Hintergrund gedrängt, so wie die Torah seinerzeit die „mündlichen Traditionen“ verdrängt hatte. Die Oberhäupter der Institutionen in Sura und Pumbedita wurden Gaonim genannt und herrschten autoritär über die über alle Herren Länder zerstreuten Juden. Die schattenhaften Exilarchen, die später als Nasim, „Prinzen“, bezeichnet wurden, waren wenig mehr als Hampelmänner der geistlichen Macht, die auch den Sanhedrin kontrollierte und befugt war, ihm seiner Vollmacht zu entziehen. Wenn sich Juden irgendwo auf der Welt über die korrekte Auslegung oder Anwendung des Gesetzes in einer Alltagsfrage im unklaren waren, wurden die Gaonim zu Rate gezogen. Diese fällten dann im Namen Jahwes Entscheidungen und Urteile, die alle Juden der Welt akzeptieren mussten, wollten sie nicht der Aechtung anheimfallen.

So gerieten sämtliche Juden, wo immer sie ansässig sein mochten, unter den lähmenden Einfluss des Talmud. Dr. Kastein schreibt, dieser habe sich „wie ein eng gewobenes Netz... über Arbeitstage und Feiertage, über Handlungen und Gebete der Gläubigen, über ihr ganzes Leben und jeden einzelnen ihrer Schritte“ gelegt, und fährt fort: „Kein einziger Aspekt ihres sichtbaren Lebens wurde fortan noch durch willkürlichen Entscheidungen geregelt oder dem Zufall anheimgestellt.“ Das Bild, das Dr. Kastein hier zeichnet, ist das eines absoluten Despotie, die sich von anderen totalitären Herrschaftsformen nur dadurch unterscheidet, dass die Despoten und ihre Untertanen räumlich weit voneinander entfernt lebten. Wenn eine dermassen straff kontrollierte Volksgruppe eine segensreiche Mission zu erfüllen hat, kann sie anderen Völkern unermessliche Vorteile bringen; ist ihre Aufgabe hingegen zerstörerischer Art, so wirkt sie wie eine Sprengladung in einem Felsen, die aus sicherer Entfernung durch den Druck auf einen Knopf gezündet wird.

Sechshundert Jahre lang residierte die talmudistische Regierung in Jamnia, Usha und Sura, also unweit der Urheimat der Judäer. Die umliegenden orientalischen Völkerschaften wussten, mit wem sie es zu tun hatten, und sorgten dafür, dass ihnen die barbarische Stammesreligion nicht allzu gefährlich wurde. Solange die Talmudisten keine Rückendeckung seitens fremder Herrscher genossen, waren ihre Nachbarn durchaus imstande, mit ihnen einen Modus vivendi zu finden und sogar mehr oder weniger freundschaftlich mit ihnen zusammenzuleben.

Doch dann vollzog sich ein Ereignis, dessen fatale Auswirkungen erst in jüngster Vergangenheit so richtig spürbar wurden: Die talmudistische Regierung verliess den Nahen Osten und siedelte in das inzwischen christlich gewordene Europa um. Fortan hatte sie ihren Sitz unter Völkern, denen ihr Dogma und ihre Methoden seltsam und unbegreiflich vorkamen. Dies führte im Lauf der Jahrhunderte immer wieder zu heftigen Zusammenstössen zwischen den ehrgeizigen Eindringlingen mit ihrer fremden Religion und den auf Wahrung ihrer eigenen Interessen bedachten Einheimischen; in unserem Jahrhundert haben diese Konflikte ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Der europäische Mensch, insbesondere der nordeuropäische, ist von Natur aus offenherzig und bedient sich der Sprache, um seine Wünsche und Absichten kundzutun. Dieser ihm eigene Charakterzug wurde durch das Christentum noch verstärkt. Der Orientale, der sich zunehmend in Europa breitmachte, war von ganz anderer Wesensart: Er war ein geborener Ränkeschmied, liebte Geheimnistuerei und Intrigen, und die Sprache diente ihm dazu, seine wahren Absichten zu verschleiern. Dank diesen Eigenschaften waren die fremden Eindringlinge gegenüber ihren europäischen Gastvölkern von Anfang an im Vorteil.

Das Vordringen der Sekte nach Europa war die Folge der islamischen Expansion. Unter dem grünen Banner des Propheten hatten die Araber die Römer aus Palästina vertrieben, so dass dessen alteingesessene Bewohner, die schon zwei Jahrtausende vor dem Einfall der ersten hebräischen Stämme dort gelebt hatten, endlich Herr im eigenen Haus waren; sie sollten es bis zum Jahre 1517 bleiben, als die Türken Palästina unterjochten.

Hier lohnt sich ein Vergleich zwischen der islamischen und der judäischen Behandlung von Kriegsgefangenen. Als die Araber anno 637 zum Sturm auf Palästina ansetzten, erteilte ihnen der Kalif einen Befehl folgenden Wortlauts: „Ihr sollt nicht verräterisch oder treulos handeln, keine Grausamkeiten begehen und niemanden verstümmeln, keine Kinder oder Greise töten, keine Palmen oder Obstbäume fällen oder verbrennen, keine Schafe, Kühe oder Kamele töen, und ihr sollt jene in Frieden lassen, die sich in ihren Klosterzellen dem Gottesdienst hingeben.“ Hingegen heisst es im Deuteronomium: „Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken.“ (5. Mose 20; 16, 17.)

Von Palästina aus verbreitete sich der Islam über ganz Nordafrika, so dass die zahlreichen dort lebenden Juden unter eine einheitliche Fremdherrschaft gerieten. Als nächstes wandte sich der Islam Europa zu und setzte nach Spanien über. Hierdurch fiel der Schatten des Talmudismus erstmals auf das christliche Abendland. Die Juden dienten sich den Mauren nämlich als Hilfstruppen an und unterstützten den islamischen Eroberungsfeldzug mit Soldaten und Geld, wofür sie mit allerlei Privilegien belohnt wurden, insbesondere mit dem Recht zur Verwaltung der eroberten Städte. Im Koran heisst es von den Juden, ihr Ziel bestehe darin, „Unruhe auf Erden“ zu stiften, und die arabischen Heere erleichterten ihnen die Verwirklichung dieses Ziels ungemein.

Das christliche Spanien geriet unter islamische Herrschaft. Die talmudistische Regierung machte sich diese günstige Konstellation zunutze, um ihren Sitz aus Babylonien nach Spanien zu verlegen, und leitete hierdurch einen Prozess ein, dessen Folgen wir heutzutage ausbaden müssen. Dr. Kastein schreibt:

„Das über die ganze Welt zerstreute Judentum tendierte stets dazu, einen fiktiven Staat an Stelle dessen zu errichten, den es verloren hatte, und wandte sich deswegen regelmässig an ein gemeinsames Zentrum um Rat... Dieses Zentrum befand sich jetzt in Spanien, wohin die nationale Regierung aus dem Osten umgesiedelt war. So wie Babylonien durch einen Wink der Vorsehung die Stelle Palästinas eingenommen hatte, rückte Spanien nun durch eine freundliche Fügung des Geschicks an die Stelle Babyloniens, das als Zentrum des Judentums nicht länger funktionsfähig war. Alles, was getan werden konnte, war bereits getan; die Ketten waren geschmiedet, mit denen sich der einzelne fesseln konnte, um nicht von seiner Umgebung verschlungen zu werden: Der Talmud.“

Dr. Kasteins Wortwahl entbehrt nicht der Pikanterie: Es dürfte fürwahr selten vorkommen, dass sich ein Mensch aus freier Wahl mit Ketten fesselt, die ein anderer für ihn geschmiedet hat! Jedenfalls waren die Juden nach wie vor Gefangene ihrer herrschenden Kaste. Ob ihre Gefangenschaft womöglich noch drückender war als früher, vermochten nur die Juden selbst zu beurteilen; für das Abendland zählte einzig, dass die jüdische Regierung nun in Europa hockte. Sowohl das herrschende Zentrum als auch die zerstörerische Idee hatten sich auf europäischem Boden eingenistet.

Die talmudistische Regierung der Nation innerhalb der Nationen spann ihre Fäden fortan auf spanischem Territorium. Die Gaonim erliessen ihre Anordnungen; die talmudistische Akademie wurde in Cordoba eröffnet; zumindest zeitweise waltete ein schattenhafter Exilarch als formeller Herrscher der Juden.

Dies alles geschah unter der Schirmherrschaft des Islam. Wie vor ihnen die Babylonier und die Perser begegneten auch die Mauren dieser fremden Kraft in ihrer Mitte mit bemerkenswerter Toleranz. In den Augen der spanischen Bevölkerung nahm der fremde Tyrann zunehmend jüdische Züge an, während seine arabischen verblassten; die Mauren mochten Spanien zwar erobert haben, traten ihre Macht aber mehr und mehr an die Juden ab. So wiederholte sich die Geschichte, die sich zuvor in Babylon abgespielt hatte, in spanischen Landen; in späteren Jahrhunderten sollte sie in annähernd jedem grösseren europäischen Staat ihre Neuinszenierung erleben.

Fast acht Jahrhunderte lang blieben die Mauren in Spanien. Als diese lange, drückende Zeit im Jahre 1492 zu Ende ging, wurden die Juden gemeinsam mit den Arabern des Landes verwiesen, sofern sie sich nicht bereit erklärten, zum Christentum zu konvertieren. Für die Spanier verkörperten sie das Antlitz der Fremdherrschaft, in deren Windschatten sie gekommen waren, und nach deren Zusammenbruch mussten sie alsbald ihr Bündelein schnüren.

Das „Zentrum“ der talmudistischen Regierung wurde nun nach Polen verlegt.

Damals, vor viereinhalb Jahrhunderten, spielte sich eines der rätselhaftesten Ereignisse in der Geschichte Zions ab: Warum in aller Welt beschlossen die Führer der Sekte, ihre neue Hochburg ausgerechnet in Polen zu errichten? Bis zu jenem Zeitpunkt hatten die Annalen der Geschichte keine nenneswerte Abwanderung von Juden nach Polen verzeichnet. Jene Juden, die im Schlepptau der Mauren nach Spanien gelangten, waren von Nordafrika gekommen, und nach ihrer Vertreibung kehrten sie entweder in die alte Heimat zurück oder wanderten von dort aus weiter ostwärts, um sich in Aegypten, Palästina, Italien, der Türkei oder auf den griechischen Inseln niederzulassen. Auch in Frankreich, Deutschland, Holland und England hatten sich bereits jüdische Kolonien gebildet, die nun durch Zuwanderer aus Spanien Verstärkung erhielten. Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass eine erwähnenswerte Zahl von spanischen Juden nach Polen emigriert oder dass dieses Land zu irgend einem früheren Zeitpunkt Ziel einer jüdischen Masseneinwanderung gewesen wäre!

Nichtsdestoweniger „entstand“ im 16. Jahrhundert nach der Verlegung des jüdischen Zentrums nach Polen dort „eine nach Millionen zählende jüdische Bevölkerung“, wie sich Dr. Kastein auszudrücken geruht. Nach Millionen zählende Bevölkerungsgruppen pflegen freilich nicht einfach zu „entstehen“. Dr. Kastein muss sich bewusst gewesen sein, dass er seinen Lesern eine Erklärung für dieses Phänomen schuldete; da er jedoch in keiner Weise gewillt war, sich des Themas anzunehmen, begnügte er sich mit der lakonischen Bemerkung, die Existenz einer riesigen jüdischen Gemeinschaft in Polen, von der bisher niemand etwas gehört hatte, gehe „eher auf Einwanderung – anscheinend aus Frankreich, Deutschland und Böhmen – als auf irgendwelche anderen Ursachen“ zurück. Welcher Art diese „anderen Ursachen“ wohl sein mochten, darüber schweigt er sich aus. Es ist höchst ungewöhnlich, dass ein seriöser Forscher eine dermassen kapitale Frage mit einem einzigen Satz abhandelt, der zudem nichts weiter als eine müssige Spekulation enthält! Wenn ein zionistischer Historiker ein so zentrales Thema einfach unter den Teppich kehrt, kann man sicher sein, dass er etwas zu verstecken hat. Doch wer die Wahrheit ernstlich sucht, kann sie auch in diesem Falle finden.

Hinter der fadenscheinigen Erklärung, mit der Dr. Kastein seine Leser abspeist, verbirgt sich das wichtigste Ereignis in der jüngeren Geschichte Zions. Das neue „Zentrum“ der jüdischen Regierung wurde inmitten einer zahlenmässig sehr starken Gruppe von Menschen errichtet, welche die Welt nicht als Juden kannte und die im eigentlichen Sinne des Wortes auch gar keine waren. In ihren Adern floss kein einziger Tropfen judäischen Blutes (ganz nebenbei gesagt muss das judäische Blut auch bei den Juden Westeuropas zu jenem Zeitpunkt bereits stark verdünnt gewesen sein), und ihre Ahnen hatten Judäa niemals zu Gesicht bekommen. Sie stammten nämlich aus dem heutigen Südrussland, aus einem Gebiet zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer.

Dieses Volk waren die Khasaren, ein turko-mongolischer Stamm, der vermutlich im 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zum Judentum übergetreten war. Es handelte sich um die einzige Massenbekehrung einer grossen Bevölkerungsgruppe, die rassisch mit den Judäern nichts gemein hatte (die Idumenäer waren immerhin „Brüder“ gewesen). Über die Gründe, welche die talmudistischen Führer dazu bewogen haben mögen, diesen kollektiven Übertritt zu ihrem Glauben zu fördern oder zumindest zu dulden, kann man nur spekulieren; sicher ist allerdings, dass die „Judenfrage“ ohne diese massenhafte Konversion heutzutage schon längst gelöst wäre.

Dieses Geschehnis, auf das wir in einem späteren Kapitel noch ausführlich zu sprechen kommen, sollte für das Abendland weitreichende und möglicherweise tödliche Folgen haben. Ihr natürlicher Instinkt sagte den Europäern stets, dass die grösste Bedrohung für ihr Überleben aus Asien kam. Nach der Verlagerung der talmudistischen Hochburg nach Polen liessen sich die Khasaren in wachsender Zahl dort nieder und wanderten später als „Juden“ nach Westeuropa weiter, wodurch sie den Alten Kontinent in die schwerste Krise seiner Geschichte stürzten. Zwar war ihre Bekehrung zum mosaischen Glauben schon viele Jahrhundert früher erfolgt, aber ihre Urheimat lag dermassen weit entfernt, dass die Welt vielleicht nie von ihnen erfahren hätte, wäre das talmudistische Zentrum nicht nach Polen verlegt worden, wo um 1500 herum bereits eine erhebliche Zahl dieser Khasaren wohnte und in das sie nun von Osten her in immer grösseren Scharen einwanderten.

Zum Zeitpunkt, wo sie als „Ostjuden“ bekannt wurden, sprach man längst nicht mehr von „Judäern“, sondern nur noch von „Juden“; dass sie tatsächlich aus Judäa stammten, hätte ihnen ohnehin kaum jemand abgenommen. Von nun an predigte die jüdische Führung das Dogma von der „Rückkehr“ einem Volk, in dessen Adern mehrheitlich kein einziger Tropfen semitischen Blutes rann und das nicht die geringsten abstammungsmässigen Bindungen an Palästina besass! Die talmudistische Regierung stützte sich fortan auf eine Manövriermasse, die zwar weiterhin asiatischen Ursprungs war, jedoch aus einem ganz anderen Teil Asiens stammte als die Judäer.

Auch auf polnischem Boden errichteten die Talmudisten de facto einen Staat im Staate. Wie vor ihnen schon so viele andere Völker begegneten die Polen der Nation innerhalb der Nation, die vor ihren Augen Gestalt annahm, mit erstaunlicher Duldsamkeit, was freilich wie in allen früheren Fällen die rabiate Feindseligkeit der talmudistischen Juden gegenüber ihrem Wirtsvolk in keiner Weise dämpfte.

Dr. Kastein meint, während der polnischen Periode habe eine unabhängige jüdische Regierung bestanden. Die Polen erlaubten den Talmudisten, sich eine „Verfassung“ zu geben, und während des 16. und 17. Jahrhunderts lebten die Juden unter einer „autonomen Regierung“. Sie errichteten, immer nach Dr. Kastein, „ein eisernes System der Autonomie und eine eiserne religiöse Disziplin, die unvermeidlicherweise zur Bildung einer oligarchischen Regierungskaste und der Entwicklung einer extremen Form des Mystizismus führte“. Solcher Art waren also die Rahmenbedingungen, unter denen sich die kommunistischen und zionistischen Revolutionäre unseres Jahrhunderts unter strenger Absonderung von ihrer nichtjüdischen Umwelt und mit eiserner Disziplin auf ihre Mission vorbereiteten.

Diese autonome talmudistische Regierung trug den Namen Kahal. Auf seinem eigenen Territorium übte der Kahal uneingeschränkte Macht über seine jüdischen Untertanen aus, doch unterstand er seinerseits der polnischen Regierung. Er durfte in den Ghettos und Gemeinden Steuern eintreiben, musste der polnischen Regierung aber regelmässig eine gewisse Summe an Steuergeldern entrichten. Er erliess Gesetze, die sämtliche Beziehungen zwischen seinen jüdischen Untergebenen regelten, und war befugt, diese zu richten, freizusprechen und zu verurteilen.

Todesurteile zu fällen, war ihm zwar untersagt, doch stand dieses Verbot nur auf dem Papier. Prof. Salo Baron schreibt in seiner 1937 erschienenen Studie Social and Religious History of the Jews: „In Polen, wo das jüdische Gericht keine Ermächtigung zur Verhängung der Todesstrafe besass, wurde das Lynchen als aussergerichtliche Präventivmassnahme von rabbinischen Autoritäten wie Solomon Luria gebilligt.“ Dieses Zitat macht klar, was Dr. Kastein mit seinen häufigen, jedoch vorsichtig formulierten Anspielungen auf „eiserne Disziplin“, „unerbittliche Disziplin“, „gnadenlose Disziplin“ etc. meint.

Kurz und gut: Auf polnischem Boden wurde ein nach den Regeln des Talmud verwalteter jüdischer Staat begründet. Lassen wir wieder einmal Dr. Kastein zu Worte kommen:

„Solcher Art war die Verfassung des jüdischen Staates, der auf fremdem Boden errichtet worden war, durch eine Mauer aus fremden Gesetzen geschützt wurde und eine teils selbstgewählte, teils von aussen aufgezwungene Struktur aufwies... Er besass seine eigenen jüdischen Gesetze, seine eigene Priesterschaft, seine eigenen Schulen, seine eigenen gemeinnützigen Einrichtungen und seine eigenen Vertreter in der polnischen Regierung... In anderen Worten, er wies sämtliche Elemente auf, die einen Staat ausmachen.“ Dies war „in erheblichem Masse der Kooperationsbereitschaft der polnischen Regierung zu verdanken.“

1772 wurde Polen geteilt; die als Staat im Staate organisierte grosse ostjüdische Gemeinde wurde von dieser Teilung selbstverständlich in Mitleidenschaft gezogen, und der grösste Teil davon geriet unter russische Herrschaft. Zum ersten Mal seit mehr als zweieinhalb Jahrtausenden und weniger als zweihundert Jahre vor unserer eigenen Zeit verschwand das „Zentrum“ der jüdischen Regierung, das sich zuvor in Judäa, Babylon, wieder in Judäa, Galiläa, Babylonien, Spanien und Polen befunden hatte, aus dem Gesichtsfeld.

Dr. Kastein behauptet, es habe „aufgehört zu bestehen“. Dies würde bedeuten, dass das Judentum von jenem Zeitpunkt an keiner zentralen Autorität mehr unterstand, doch dass eine solche früher so lange und so erfolgreich existiert hatte, spricht ebenso gegen diese Annahme wie die Ereignisse der folgenden beiden Jahrhunderte. Dr. Kastein bestätigt dies unfreiwillig, indem er an anderer Stelle voller Genugtuung konstatiert, im 19. Jahrhundert habe „eine jüdische Internationale Gestalt angenommen“.

Es unterliegt keinem Zweifel, dass das Zentrum auch nach 1772 weiter bestand; es war lediglich in den Untergrund abgetaucht. Warum sich seine Führer zu diesem Schachzug entschlossen, lässt sich den darauf folgenden Entwicklungen entnehmen.

Das 19. Jahrhundert war eine Epoche revolutionärer Verschwörungen kommunistischer und zionistischer Prägung, die später offen ihr Haupt erhoben und unserem eigenen Jahrhundert ihren Stempel verliehen. Alles spricht dafür, dass die Fäden dieser Verschwörungen in diesem talmudistischen Zentrum zusammenliefen. Hätte letzteres weiterhin offen existiert, so wäre die Quelle der Verschwörungen sowie deren ostjüdischer Charakter für jedermann klar ersichtlich gewesen.

Erst 1917, als eine zum allergrössten Teil aus Juden bestehende Regierung in Russland die Macht an sich riss, wurden die Zusammenhänge auch für den Aussenstehenden erkennbar, doch damals war der jüdische Einfluss auf die westlichen Regierungen bereits so gross, dass jede offene Diskussion dieses Phänomens nach Kräften unterdrückt wurde und es beinahe schon als Häresie galt, das Thema auch nur zur Sprache zu bringen.

Die Russen, deren Land die damals weltweit grösste jüdische Gemeinschaft beherbergte, begriffen allerdings, was gespielt wurde. Hieraus macht auch Dr. Kastein kein Hehl: „Die Russen fragten sich, aus welchen Gründen sich die Juden einfach nicht mit dem Rest der Bevölkerung vermischen wollten; sie gelangten zum Schluss, die Juden besässen in ihrem geheimen Kahal eine mächtige Stütze, und es existiere ein Welt-Kahal.“ Mit seinem Hinweis auf die „jüdische Internationale“ des 19. Jahrhunderts liefert Dr. Kastein selbst ein starkes Indiz für die Richtigkeit dieser Einschätzung.

Anders gesagt, die „Regierung“ bestand auch weiterhin, doch im verborgenen und vermutlich in veränderter Form; Dr. Kastein wird kaum zufällig von einer „Internationalen“ gesprochen haben. Die logische Folgerung ist, dass das „Zentrum“ heutzutage nicht in einem einzigen Land liegt; obwohl seine hauptsächliche Machtbasis selbstverständlich die USA sind, dürfte es heute die Gestalt eines Direktorats aufweisen, dessen Angehörige in verschiedenen Staaten leben, aber Hand in Hand arbeiten und die Regierungen ebenso wie die Völker kontrollieren.

Somit hatte die Russen, die zum Zeitpunkt, wo das „Zentrum“ scheinbar verschwand, von dessen fortgesetzter Existenz ausgingen, mit ihrer Sicht der Dinge richtig gelegen.

Die Art und Weise, wie dieses internationale Direktorat Macht über die Nichtjuden erringt und wie es diese Macht ausübt, ist durchaus nicht mehr in undurchdringliches Dunkel gehüllt; wie wir im folgenden zeigen werden, sind in den letzten fünfzig Jahren hierzu zahlreiche zuverlässige Informationen erschienen.

Rätselhafter als die Herrschaft der Talmudisten über die Nichtjuden mutet ihre Fähigkeit an, die Juden selbst in einem eisernen Würgegriff zu halten. Wie konnte es einer Sekte bloss gelingen, ein über aller Herren Länder zerstreutes Volk fünfundzwanzig Jahrhunderte lang zu kontrollieren und zur Befolgung eines archaischen Stammesgesetzes zu zwingen?

Im nächsten Kapitel werden wir den einen oder anderen Einblick in die Methoden gewinnen, welcher sich die Weisen von Zion während der längsten Periode ihrer Geschichte – der talmudistischen Epoche, die von 70 bis ca. 1800 n. Chr. dauerte – bedient haben. Diese Methoden sind dermassen ausgeprägt orientalischer, asiatischer Natur, dass sie für die westliche Mentalität fast unbegreiflich sind; noch am ehesten verständlich dürften sie jenen sein, die vor dem Zweiten Weltkrieg persönliche Erfahrungen mit den ostjüdischen Gemeinden gesammelt haben oder unter totalitären Regimen leben mussten, wo die Geheimpolizei die Bevölkerung in Furcht und Schrecken hält.



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