Nigel Farage, by Gage Skidmore, via Flickr (https://www.flickr.com/photos/gageskidmore/33149336365) (CC BY-SA 2.0 [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/])

In einer Aufsehen erregenden Rede verglich der britische Politiker Nigel Farage (UKIP) das Verhalten des EU-Parlaments mit dem der Mafia. Farage gilt als einer der wichtigsten Befürworter des Brexit.

Anlass für die Rede waren die von der EU mit großer Mehrheit beschlossenen Bedingungen zu einem Austrittsabkommen mit Großbritannien. In der Resolution legte sich das Parlament auf eine „harte Verhandlungsposition“ gegenüber den scheidenden Briten fest, wie die „Wiener Zeitung“ den Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, zitiert:

„Ich befürchte, London könnte denken, es wird eine perfekte Einigung geben, man nimmt die positiven Dinge und lässt die negativen weg. Aber es geht nicht ums Rosinen herauspicken.“

Farage: „Sie verhalten sich wie die Mafia“

In der anschließend hitzig geführten Debatte meldete sich auch der britische Politiker Nigel Farage zu Wort, der mit seiner „UK Independence Party“ den Brexit maßgeblich vorangetrieben hat. Er bezeichnete die Forderungen der EU als „rachsüchtig“ und „scheußlich“ und verglich das Verhalten des EU-Parlaments mit dem der Mafia. Der italienische EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani unterbrach Farage daraufhin und bezeichnete seinen Vergleich als „inakzeptabel“. Farage konterte, dass er „nationale Empfindlichkeiten“ verstehe und änderte seinen Vergleich zu „Verbrecher“.

Farage: EU schadet sich selbst

Anschließend erinnerte Nigel Farage die Abgeordneten daran, dass die EU „nicht die ganze Welt“ sei:

„85 Prozent der Weltwirtschaft ist außerhalb der Europäischen Union. Wenn ihr kein Abkommen wollt, wenn ihr uns zwingen wollt, den Verhandlungstisch zu verlassen, werden nicht wir diejenigen sein, denen geschadet wird. Wisst ihr, wir müssen keine deutschen Autos kaufen, wir müssen keinen französischen Wein trinken und wir müssen keine belgische Schokolade essen. Es gibt viele andere, die uns das geben werden.“

Er warf der EU damit vor, ihre eigenen Interessen über die ihrer Bürger und Unternehmen zu stellen.


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