Al-Walid Ben Talal

In einem Interview mit Bloomberg TV erklärte der saudische Prinz Al-Walid Ben Talal (fünftreichster Mann der Welt) am 22. November 2013:

„Saudi Arabien, die Araber und die sunnitischen Muslime genehmigen einen israelischen Angriff auf den Iran, um sein Kernprogramm zu zerstören (…) Die Sunniten würde einen solchen Angriff unterstützen, weil sie den Schiiten und dem Iran feindlich gesinnt sind (…) Saudi Arabien, die Araber und die Sunniten behaupten diese Unterstützung nicht öffentlich, aber sie tun es jedoch in geheimen Treffen (…) “Die Araber glauben, dass die Gefahr, der sie gegenüberstehen, vom Iran und nicht von Israel ausgeht“ [1].

Um welche geheime Treffen handelt es sich da?

Thomas Friedman, der Kolumnist der New York Times, lüftete den Schleier: Er deutete an, Ende September bei einem Treffen des Golf-Sicherheitsrates in Abu Dhabi teilgenommen zu haben, wo der israelische Präsident Shimon Peres von seinem Büro in Jerusalem aus per Livestream eingriff.

Shimon Peres beschrieb die Gefahr, die seiner Meinung nach durch die Einigung zwischen den 5+1-Staaten und dem Iran ausgeht. Kein Minister hat den Konferenzsaal während seiner Rede, die ausgiebig Beifall bekam, verlassen.

Unter den vielen Außenministern der Islamischen Welt waren präsent:

  • Abdallah bin Zayid Al Nuhayyan (Vereinigte Arabische Emirate)
  • Anifah Aman (Malaysia)
  • Khalid bin Ahmad bin Muhammad Al Khalifa (Bahrain)
  • Dipu Moni (Bangladesch)
  • Raden Mohammad Marty Muliana Natalegawa (Indonesien)
  • Qaboos bin Said Al Said (Oman)
  • Abu Bakr Abdallah al-Qirbi (Katar)
  • Sabah al-Khalid al-Hamad al-Sabah (Kuwait)
  • Ein Sohn von König Abdallah (Saudi-Arabien)

Außer Thomas Friedman waren auch präsent:

  • Terje Rød-Larsen, Stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen, verantwortlich für den Nahost-Friedensprozesses
  • Martin Indyk, Sonderbeauftragter des Präsidenten Obama für israelisch-palästinensische Verhandlungen

[Kommentar:] In Wahrheit ist das ganze wohl ein Kasperltheater. Die Taugenichtse, die auf dieser angeblichen “Geheimkonferenz” zugegen waren, sind allesamt Mafiosi, die auf der einen Seite ihre Bevölkerung bis aufs Blut aussaugen und auf der anderen Seite den Ölpreis puschen wollen. Ein Krieg (oder die andauernde Drohung eines Krieges) gegen den Iran wird viele zusätzliche Milliarden in ihre Schatullen ließen lassen, vor allem in die Schatullen von Netanjahu und seinen Spießgesellen, die sich mit Ölfutures eingedeckt haben. Schon alleine die Tatsache, dass ausgerechnet Bloomberg TVJeffrey Goldberg , Thomas Friedman und der saudische Chefparasit Al-Walid Ben Talal diese “geheimen” Neuigkeiten lancieren, lässt die Alarmglocken ohrenbetäubend schrillen.

“Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu , sagt Gordon Duff, “arbeite mit Gangstern” in den USA zusammen und drohe mit einem Angriff auf den Iran, “um die Preise für wichtige Güter, Öl etc. in die Höhe zu treiben und dabei Milliarden zu machen, indem man entsprechende Marktpositionen einnnimmt, die auf kompletten Vorherwissen beruhen.”

“Ende Oktober 2011 stolperten wir über das Kaufverhalten auf den Ölterminmärkten: Der Ölverbrauch war in den USA um 10% und in den meisten europäischen Staaten um 20% gesunken, China kauft nur “moderat” und die Ölreserven waren weltweit um 40% gestiegen. Mit diesen Daten drohen die Ölterminkontakte wertlos zu werden; es sei den, der Iran sperrt die Strasse von Hormus.” Den Kauf von Öl-Futures konnten wir nach Israel zurückverfolgen. Sie hatten die Futures gekauft und wenn nun Öl unter $50/Barrel fällt, würde das nicht nur die Ökonomien der EU und der USA unterstützen, sondern einen Milliardenverlust für die Israelis verursachen und…. für den Iran.” [Kommentar Ende]

Übersetzung Horst Frohlich

[1] “Iran Is Playing Obama, Says Savvy Saudi Prince”, par Jeffrey Goldberg, Bloomberg TV, 22 November 2013


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