Sehr geehrter Herr Abgeordneter Österhelweg,

Ihr Einsatz gegen Feuerbrand über die Wochenzeitung freut mich. Leider werden aber in Niedersachsen seit Jahren (von SPD über CDU/FDP zu nun SPD/Grüne) Cankersymptome (sekundäre Symptome) trotz fachlichem Hinweis missachtet und somit Feuerbrand vermehrt.

Prof. Paul Steiner, USA, leider schon verstorben, zitierte deshalb 2000: 'ein bisschen Feuerbrand gibt es nicht', denn eine Infektion während der Blütezeit vernichtet fast alles'. Durch Inokulationsversuche zeigte ich 1992 bei der Biologischen Bundesanstalt in den von der BRD eingerichteten Versuchsflächen in Kirschgartshausen wie unterschiedlich schlimm eine Blüteninfektion zu einer Triebinfektion für die Bäume ausfällt. 1993 trat dann durch natürliche Blüteninfektion im gesamten Süd-West-Deutschen Raum Feuerbrandblütenbefall auf. Dieses Jahr ist Feuerbrand seit Jahren auch mal wieder in Norddeutschland bei spät blühenden Sorten und Arten als direkter Blütenbefall aufgetreten. Im Raum Hannover hatten wir das aber auch 1999 und 2000 und damals verwies ich die Obstbauern im Alten Land und Kammer auf missachtete Cankersymptome.
Sie zitierten indirekt nur die fachlich überfällige Feuerbrandverordnung, die leider auch nicht alle Wirtspflanzen berücksichtig, obwohl staatlich als Wirtspflanzen Rosen, Steinobst, Erdbeeren, Himbeeren nun seit fast 20 Jahre in der BRD und in der DDR sogar früher bekannt gewesen sind. Die Vermehrung von Erwinia amylovora wie auch alle anderen 'Schmutzbakterien' z. B. Gülleaerosole, auf jedem Honigtau und Nektar und jeder Gattung ist seit 1999 durch mich als damaliger Wissenschaftsdozent an der Universität Hannover den zuständigen Kammern/Ämtern und Ministerien von Bund und Ländern mitgeteilt worden und danach auch international bestätigt worden.

Ein einseitiges Roden oder Entfernen von Cankern oder abgestorbenene Material an apfelartigen Rosaceen ohne epiphytischem Inokulumbekämpfung mit optimaler Blatternährung und Beachtung aller anderen biologischen Wirtspflanzen macht keinen Sinn.

Feuerbrand wie alle anderen Krankheiten, auch andere Bakteriosen, lässt sich sehr wohl durch gezielte Blattdüngung unter der Schadensschwelle halten.

Die Grundlagen zur Blattdüngung mit Löschkalk (Ca und Mg) wurden noch von mir als damaliger Dozent an der Universität Hannover entwickelt. Leider ist es damals wie bis heute nicht im Interesse der öffentlichen Hand gewesen, weshalb ich privatrechtlich die Weiterentwicklung fortsetzen musste.

Die Lösung wurde auch immer wieder allen verantwortlichen Politikern (CDU, FDP, SPD, FDP) in Regierungsverantwortung in den jeweiligen Bundesländern angeboten, jedoch bis heute nicht angenommen.

Die Ministerien und Kammern müssten zugeben, dass seit 2000 alle Pestizide unnötig sind da es mit dem gezielten Einsatz von Blattdüngemittel wie Dolomitlöschkalk kostengünstiger als mit Pestiziden geht und andere Fruchtfolgen mit anderer Erntetechnik wirtschaftlicher wären. Ganz nach den Vorgaben der Agenda21 und dem integrierten Anbau.

Die gute fachliche Praxis als Grundlage für das Pflanzenschutzgesetz und den integrierten Anbau sieht den Einsatz von Pestiziden erst vor, wenn alle kostengünstigeren nicht chemischen Massnahmen wie Technik, Düngung und Fruchtfolge nicht zum Erfolg führten. Alles andere ist ein Verstoss gegen das 'Pflanzenschutzgesetz und die 'Cross Compliance' zum Nachteil aller Bürger!

Als links darf ich auf meinen Vortrag (Wirt-Parasit bei Regierung Ober- und Nieder-Bayern) und Feuerbrandlink und auf den Vortrag von Staatskollege Lex aus Bayern, LRA Dachau, und meine Interviews siehe unten verweisen:

http://www.umweltbund.de/feuerbrand.htm
http://www.landratsamt-dachau.de/Dox.aspx?docid=0452fee9-752f-4f09-ac4d-7db6dfd5a88b
http://www.umweltbund.de/wirt-parasit-Vortrag.pdf
http://www.umweltbund.de/L%F6schkalk%20Beschreibung%20Berger.pdf
http://www.umweltbund.de/pflanzenbau#Blattduengung
http://umweltbund.de/bio.htm

Es wäre wirklich schön, wenn nun nach 13 Jahren endlich bei CDU/CSU, Grüne, SPD und FDP die Einsicht zur Produktion ohne Pestizide zum Wohl der Bürger und Umwelt käme. Kein Landesminister konnte uns bisher eine Region ohne Pestizid- und Mikroorganismen-Abdrift benennen, obwohl wir jedem die Lösung angeboten haben und dies alles, auch Bakterien und Fusarien, durch notwendige gesplittete Kalkausgleichsdüngung aber mit anderer Technik unter der Schadensschwelle hält. http://www.umweltbund.de/pestizidfrei_leben.htm

Wir sind zur Beratung immer noch bereit, natürlich können wir es aber genauso wenig wie die Kammer kostenlos tun.
Mein früherer Niedersächsischer Beamtendienst wären aber auch jederzeit zum Wohl der Allgemeinheit reaktivierbar. Dies wurde auch den CDU Vorgängern von Herrn Minister Meyer immer wieder wie auch Herrn Minister Meyer mitgeteilt. Aber trotzt verändertem Pflanzenschutzgesetz seit Februar 2012 zu höchst möglichem Pestizidverzicht gewährt man uns Umweltbund, Initiative der Imker, Landwirte und Verbraucher e. V. noch nicht einmal die Schulung zur Produktion ohne Pestizide aus öffentlicher Hand und die denkenden Landwirte müssen sich privatrechtlich an uns wenden. Absolut gegen die politischen Vorgaben und den Einsichten aller Parteien und zum Nachteil der Gesundheit aller Bürger.
http://www.lwk-niedersachsen.de/download.cfm/file/197,6858c989-bd9b-8911-4e53c1fdcb63bbee~pdf.html
http://www.umweltbund.de/fortbildung.htm#Eurichtlinie

Die heute niedersächischen verantwortlichen Politiker stehen mit auf dem Verteiler. Ich bitte aber auch die CDU/FDP bei der Wahrheit zu bleiben und zu den Fehlern in der CDU/FDP Zeit zu stehen, denn von 2000 bis heute sind 13 Jahre zum Nachteil der Gesundheit der Pflanzen und Bürger in Niedersachsen vergangen.

Ich darf aber auch lobend erwähnen, dass meine Petition http://www.umweltbund.de/pestizidfrei_leben.htm aus allen Parteien heraus unterzeichnet wurde, aber durch die regierungsverantwortlichen Politiker egal welcher Partei bis heute nichts zur Besserung geschehen ist.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Friedhelm Berger
Moisburger Strasse 6
D-21629 Neu-Wulmstorf-Elstorf
Tel.: + 49 (0)4168918332

oder

Pfeilerweg 71
Lindenhof
D-76228 Karlsruhe-Grünwettersbach
Tel.: + 49 (0)7219454381

www.umweltbund.eu, Initiative der Imker, Landwirte und Verbraucher e. V.

http://www.alpenparlament.tv/video/pestizidfreie-landwirtschaft-ist-moeglich-2/
http://www.alpenparlament.tv/video/das-bienensterben-geht-weiter/


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