Der eine redet von Wi-Fi, der andere von WLAN – und der einfache Verbraucher ist verwirrt. Erst letzte Woche ist mir wieder ein Nutzer begegnet, der in seinem Laptop “nur” WLAN hat und das gebuchte Hotel hingegen mit Wi-Fi wirbt. Dabei ist alles halb so wild, denn beides meint mehr oder weniger das selbe.

Der Begriff WLAN (Wireless Local Area Network) beschreibt ein Funknetzwerk für kurze Strecken. Zwar haben sich über die Zeit die IEEE-802.11 Standards etabliert, doch anfangs war das noch nicht wirklich abzusehen. Man befürchtete verwirrte Kunden, die nichts mit IEEE anfangen konnten sowie inkompatible Hardware. Um dem vorzubeugen schlossen sich diverse Hersteller zu einer Allianz zusammen und erfanden ein Kunstwort nebst Logo – Wi-Fi war geboren – um einen gemeinsamen Standard zu etablieren.

Nur die Hersteller, die im Wi-Fi Club Mitglied sind (und dafür Gebühren bezahlen müssen), dürfen sich das Wi-Fi Logo auf die Verpackung kleben und damit werben. Es soll nach Außen deutlich zeigen: wir Wi-Fi Geräte arbeiten miteinander zusammen. Dabei besagt Wi-Fi lediglich, dass das Produkt nach IEEE-802.11 funktioniert. Allerdings hat sich der Markt mittlerweile dahingehend entwickelt, dass man heute getrost davon ausgehen kann, dass jedes im Handel erhältliche WLAN-Produkt diesen Standard unterstützt. Damit ist Wi-Fi theoretisch obsolet.

Gerade wir Deutschen benutzen gerne das Wort WLAN – wir können Wehlahn auch problemlos aussprechen. In Englisch wird das schon schwieriger – sollte es etwas Dabbeljuhlähn heißen?! So hat man sich zum Beispiel in den USA schnell mit dem nicht ganz zufällig an HiFi erinnernden Wai-Fai angefreundet – darum ist Wi-Fi vor allem in anderen Ländern zum Synonym für das Wireless Local Area Network geworden. So war die eigentlich gut gemeinte Wi-Fi Kampagne – zumindest für Deutschland – eher kontraproduktiv.


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