Deutsche bekommen den gefährlichsten Spam


Der Zuwachs von sechs Prozent ist deutlich erkennbar. Vergrößern
Bild: Kaspersky


Im Namen von Michelle Obama, kurz "Miss Nadia", verschickt der "World Wide Web Owner" Spam-Mails. Vergrößern
Bild: Kaspersky

Deutsche Internet-Nutzer fanden im September weltweit die meisten schädlichen Anhänge und Links in ihren Postfächern vor und lösten damit die USA an der Spitze ab. Das stellt Kaspersky in seinem Spam-Bericht für September fest. Neben dem höheren Aufkommen an gefährlichem Spam haben sich die Methoden verändert: Die Absender geben sich politischer.

Knapp 14 Prozent der weltweit von Kaspersky entdeckten schädlichen Anhänge und Links in Spam-E-Mails tauchten im September in Deutschland auf; dies bedeutet einen Zuwachs von 6% gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich: Insgesamt nur 3,4 Prozent aller weltweit verschickten Mails enthielten in diesem Zeitraum schädliche Links und Anhänge. Auffallend ist dabei die steigende Zahl der Trojaner und Backdoor-Programme, die zum einen à la BKA-Trojaner das Betriebssystem sperren und zum anderen Schadsoftware wie Spam-Bots nachladen können. Der Anteil an Phishing-Mails hat sich im Vergleich zu August verdreifacht und lag bei 0,03 Prozent des gesamten E-Mail-Aufkommens. Das beliebteste Angriffsziel für Phishing waren soziale Netzwerke.

Viele Spam-Mails beziehen sich auf aktuelle Nachrichten und setzen eine neue Form des Social-Engineerings ein: in den USA wird gewählt, Syrien ist Krisenherd. Die First-Ladies dieser Länder werden deshalb zu Spam-Mail-Protagonistinnen. Asma al-Assad wird in den Mund gelegt, dass sie mit Hilfe der Empfänger Reichtümer außer Landes schaffen möchte, Michelle Obama will hingegen angeblich Geld aus einem Fonds des Weißen Hauses verteilen. Um die Autorität von Lotterie- und Gutscheinbenachrichtigungen zu erhöhen, wurden Gazprom, Lukoil und auch Groupon für Absenderadressen genutzt.

Beliebte Spam-Themen blieben zweifelhafte Verdienstangebote und Bankbenachrichtigungen. Der Pharma-Spam befand sich für September im Rücklauf, dahingegen kursierte im September schon der erste Weihnachts-Spam. Der wird, laut Kaspersky, normalerweise erst im Oktober verschickt.


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